ATEX
- Bietet Festo auch Komplettlösungen wie Schaltschränke und Montageplatten für den Ex-Bereich?
- Für welche Ex-Zonen bietet Festo Produkte?
- Seit wann gilt die Richtlinie nach ATEX?
- Warum ist bei Gasen keine IP-Schutzart für den Schaltschrank vorgeschrieben?
- Warum sind Wartungsgeräte der D-Reihe nur für den Gas-Exbereich zugelassen?
- Was bedeutet ATEX?
- Was bedeutet eigensicher?
- Welche Gerätekategorie deckt welche Zone ab?
- Welche Produkte bietet Festo für den Ex-Bereich an?
- Welcher Trennschaltverstärker kann beim Zylinderschalter SMT-8F-I-8,2V.... eingesetzt werden?
- Wie groß muss der Abstand zwischen eigensicheren und nicht eigensicheren Reihenklemmen sein?
- Wird für eine Baugruppe, deren Einzelteile alle bewertet sind, eine Herstellererklärung benötigt?
RoHS
- Was bedeutet RoHS?
- Welche Länder sind von RoHS betroffen?
- Welche Stoffe sind nach RoHS verboten?
- Wie ist die Definition von RoHS-konform?
- Wie sind RoHS-konforme Produkte markiert?
- Wurden die RoHS- und WEEE-Richtlinien bereits in deutsches Recht umgesetzt?
sicherheitsgerichtete Pneumatik
- Was ist bei der Gestaltung pneumatisch betriebener trennender Schutzeinrichtungen zu beachten?
- Was ist bei der Validierung zu tun?
- Was ist der Diagnosedeckungsgrad DC?
- Was ist der Unterschied zwischen DIN EN 954-1 und DIN EN ISO 13849-1?
- Was ist der Unterschied zwischen Fehler und Ausfall?
- Was ist der Unterschied zwischen Gefährdung und Risiko?
- Was sind sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen?
- Welche funktionalen Aspekte sind bei einer Not-Halt-Einrichtung zu beachten?
- Welche funktionalen Aspekte sind bei einer pneumatischen Zweihandschaltung zu beachten?
ATEX
- Bietet Festo auch Komplettlösungen wie Schaltschränke und Montageplatten für den Ex-Bereich?
- Festo ist auch auf diesem komplexen Gebiet zuhause. Setzen Sie sich einfach mit dem kompetenten Fachpersonal aus dem Bereich Einbaufertige Pneumatik in Verbindung.
- Für welche Ex-Zonen bietet Festo Produkte?
- Festo bietet Produkte für die Zonen 1, 21 und 2,22
- Seit wann gilt die Richtlinie nach ATEX?
- Bereits am 12.12.1996 wurde die Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Seit 01. Juli 2003 ist diese Richtlinie endgültig in Kraft getreten und hat alte Bestimmungen abgelöst.
- Warum ist bei Gasen keine IP-Schutzart für den Schaltschrank vorgeschrieben?
- Ein Schaltschrank ist kein Schutz gegen Eindringen von Gasen. Vielmehr müssen alle Geräte im Schaltschrank für die entsprechende Zone bewertet sein.
- Warum sind Wartungsgeräte der D-Reihe nur für den Gas-Exbereich zugelassen?
- Alle Regler und Filterregler sind mit einer Sekundärentlüftung ausgestattet. Dort kann die Luft ungefasst ins Freie abblasen und Staub aufwirbeln. Das gleiche gilt auch für das Einschaltventil Typ HEE-...
- Was bedeutet ATEX?
- Im Bereich des Bergbaus, der chemischen und petrochemischen Industrie kann es aufgrund verfahrenstechnischer Abläufe immer wieder zum Auftreten explosionsfähiger Atmosphären kommen. Sie werden z.B. durch austretende Gase, Dämpfe oder Nebel hervorgerufen. Auch in Mühlen, Silos, Zucker- und Futtermittelfabriken muss mit dem Auftreten von explosionsfähigen Atmosphären gerechnet werden. Daher unterliegen elektrische und seit dem 1.7.2003 auch nichtelektrische Geräte in explosionsgefährdeten Bereichen einer besonderen Richtlinie, der Richtline ATEX 95 oder 94/9/EG. ATEX ist ein Arbeitstitel und leitet sich von „Atmosphère Explosible“ ab. ATEX ist die Richtlinie 94/9/EG vom 23.3.1994 für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen.
- Was bedeutet eigensicher?
- - Spannung und/oder Strom (Leistung) im eigensicheren Stromkreis sind so klein, dass bei einem Kurzschluss, Unterbrechung, Erdschluss keine Zündung der explosionsfähigen Atmosphäre entstehen kann. - Die Zündenergie eines evtl. entstehenden Funkens ist kleiner als die Mindestzündenergie der explosionsfähigen Atmosphäre. - Weder ein Funke noch ein thermischer Effekt verursacht eine Zündung der explosionsfähigen Atmosphäre.
- Welche Gerätekategorie deckt welche Zone ab?
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Gerätekategorie Zone Gas Zone Staub 1 0 20 2 1 21 3 2 22 - Welche Produkte bietet Festo für den Ex-Bereich an?
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Begriffe zum Proportional-Druckregelventil Ansprechempfindlichkeit
Maß für die Feinfühligkeit eines Gerätes bei Druckveränderung:
Kleinste Sollwertdifferenz, die den Ausgangsdruck verändert
Druckbereichsanpassung
Anpassung der fluidischen Ausgangsgröße an den Sollwert Hysterese Differenz der maximalen Abweichung zwischen ansteigendem und absteigendem Sollwert Linearitätsfehler Max. prozentuale Abweichung des Ausgangsdrucks von der theoretischen Regelkennlinie Nullpunktunterdrückung Sorgt für sichere Entlüftung des Ventils bei Sollwert Null Wiederholgenauigkeit
(Reproduzierbarkeit)Spanne, innerhalb der die fluidische Ausgangsgröße streut bei wiederholter Eingabe desselben Eingangssignals - Welcher Trennschaltverstärker kann beim Zylinderschalter SMT-8F-I-8,2V.... eingesetzt werden?
- Festo hat keine Trennschaltverstärker im Angebot. Wir können Ihnen hier natürlich trotzdem weiterhelfen. Wenden Sie sich einfach an den nächsten Technischen Berater unter der Telefon-Nummer 0180 303 3000.
- Wie groß muss der Abstand zwischen eigensicheren und nicht eigensicheren Reihenklemmen sein?
- Der Abstand zwischen eigensicheren und nicht eigensicheren Reihenklemmen muss mindestens 50 mm betragen.
- Wird für eine Baugruppe, deren Einzelteile alle bewertet sind, eine Herstellererklärung benötigt?
- Nein, aber auf Kundenwunsch kann diese erstellt werden.
RoHS
- Was bedeutet RoHS?
- Am 1. Juli 2006 trat die EU-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe (Restriction of the use of certain Hazardous Substances - RoHS) in Kraft. Diese Richtlinie verbietet den Einsatz von sechs Stoffen (Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom, PBB (polybromierte Biphenyle), PBDE (polybromierte Diphenyläther) in elektrischen und elektronischen Geräten, die nach dem 1. Juli 2006 auf den Markt gebracht werden.
- Welche Länder sind von RoHS betroffen?
- Es handelt sich hierbei um eine EU-Richtlinie und trifft rechtlich deshalb auch nur auf die EU Mitgliedsstaaten zu. Allerdings hat RoHS trotzdem wesentlich größere Auswirkungen. Vergleichbare Gesetze existieren bereits in anderen Ländern oder sind in Vorbereitung. Der Markt für Elektronik ist global und Europa ist eben nur ein Teil davon. Anderseits werden zukünftig ausländische Hersteller, die in Europa verkaufen wollen, nur noch RoHS-konforme Produkte herstellen.
- Welche Stoffe sind nach RoHS verboten?
- Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom, PBB (polybromierte Biphenyle), PBDE (polybromierte Diphenyläther)
- Wie ist die Definition von RoHS-konform?
- RoHS gibt folgende Grenzwerte vor: Maximal 0,1 Gewichtsprozent Blei, Quecksilber, sechswertiges Chrom, polybromiertes Biphenyl (PBB) oder polybromierten Diphenylether (PBDE) je homogenem Werkstoff oder maximal 0,01 Gewichtsprozent Cadmium je homogenem Werkstoff.
- Wie sind RoHS-konforme Produkte markiert?
- RoHS schreibt keine Kennzeichnung der RoHS-konformen Teile vor. Festo kennzeichnet die Verkaufsteile nicht separat. Sie können jedoch über die Produktliste auf der Festo Internetseite die RoHS-Konformität prüfen. Oder Sie nehmen direkt mit uns Kontakt auf - per Mail technikservice@festo.com oder rufen Sie uns unter der Nummer 0180 303 3000 an.
- Wurden die RoHS- und WEEE-Richtlinien bereits in deutsches Recht umgesetzt?
- Beide Richtlinien sind durch das "ElektroG - Elektro- und Elektronikgerätegesetz" umgesetzt und bereits am 24. März 2005 in Kraft getreten.
sicherheitsgerichtete Pneumatik
- Was ist bei der Gestaltung pneumatisch betriebener trennender Schutzeinrichtungen zu beachten?
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Trennende Schutzeinrichtungen sind nach DIN EN 953:1997 zu gestalten.
Man unterteilt in feststehende und bewegliche trennende Schutzeinrichtungen. Für kraftbetriebene trennende Schutzeinrichtungen wird in DIN EN 953:1997 festgelegt: „Kraftbetriebene trennende Schutzeinrichtungen dürfen keine Verletzungen verursachen (z.B. aufgrund von Schließdruck, Kraft, Geschwindigkeit, scharfen Kanten). Wenn eine trennende mit einer nicht trennenden Schutzeinrichtung versehen ist, die automatisch ein Wiederöffnen der trennenden Schutzeinrichtung bewirkt, sobald eine Person oder ein Gegenstand mit der trennenden Schutzeinrichtung in Berührung kommt, darf die Kraft zum Verhindern eines Schließens der trennenden Schutzeinrichtung nicht mehr als 150 N betragen. Die kinetische Energie der trennenden Schutzeinrichtung darf nicht mehr als 10 Nm betragen. Wenn keine derartige Schutzeinrichtung angebracht ist, müssen diese Werte auf 75 N und 4 Nm entsprechend verringert werden.“
Einfache pneumatisch angetriebene horizontal oder vertikal schließende Türen oder Fenster sind demzufolge auf Werte von 75 N bzw. 4 Nm auszulegen. Erst wenn eine funktionale Verbindung mit z.B. Trittmatten, Lichtgittern, Berührungs-Schutzleisten o.ä. hergestellt wird, die automatisch ein Wiederöffnen der trennenden Schutzeinrichtung bewirkt, können die höheren Werte angesetzt werden.
- Was ist bei der Validierung zu tun?
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Zunächst ist eine Fehlerbetrachtung durchzuführen. DIN EN ISO 13849-2:2003 zählt die wichtigsten Fehler und Ausfälle für verschiedene Technologien auf. Die Fehlerlisten sind nicht abschließend, und wenn notwendig, müssen weitere Fehler berücksichtigt und aufgezählt werden.
Im Allgemeinen müssen folgende Fehlermerkmale in Betracht gezogen werden:
wenn als eine Folge eines Fehlers weitere Bauteile ausfallen, müssen der erste Fehler zusammen mit allen Folgefehlern als ein Einzelfehler berücksichtigt werden;
zwei oder mehrere einzelne Fehler, die eine gemeinsame Ursache haben, müssen als ein Fehler betrachtet werden (dies ist bekannt als ein CCF);
das gleichzeitige Auftreten von zwei oder mehreren Fehlern unterschiedlicher Ursache wird als höchst unwahrscheinlich angesehen und braucht deswegen nicht betrachtet werden.Es ist nicht immer möglich, die sicherheitsbezogenen Teile einer Steuerung zu bewerten ohne die Annahme, dass bestimmte Fehler ausgeschlossen werden können. Ausführlichere Information zum Fehlerausschluss sind in DIN EN ISO 13849-2:2003 zu finden.
Der Fehlerausschluss ist ein Kompromiss zwischen den technischen Sicherheitsanforderungen und der theoretischen Möglichkeit des Auftretens eines Fehlers.
Der Fehlerausschluss kann basieren aufder technischen Unwahrscheinlichkeit des Auftretens einiger Fehler,
der allgemeinen anerkannten technischen Erfahrung, unabhängig von der betrachteten Anwendung,
den technischen Anforderungen im Bezug zur Anwendung und der speziellen Gefährdung.
Wenn Fehler ausgeschlossen werden, muss eine genaue Begründung in der technischen Dokumentation gegeben werden.Der Validierungsplan muss auch die Mittel identifizieren, die zu benutzen sind, um die festgelegten
Sicherheitsfunktionen und Kategorien zu validieren. Wo es angemessen ist, muss er darlegen:die Identität der Dokumente für die Festlegungen;
die Betriebs- und Umgebungsbedingungen;
die grundlegenden Sicherheitsprinzipien;
die bewährten Sicherheitsprinzipien;
die bewährten Bauteile;
die Fehlerannahmen und Fehlerausschlüsse, die zu berücksichtigen sind;
die Analysen und Prüfungen, die angewandt wurden. - Was ist der Diagnosedeckungsgrad DC?
- Der Diagnosedeckungsgrad DC beschreibt die Wirksamkeit der Diagnose, die bestimmt werden kann als Verhältnis der Ausfallrate der bemerkten gefährlichen Ausfälle und Ausfallrate der gesamten gefährlichen Ausfälle. Zur Abschätzung des DC kann in den meisten Fällen die Ausfallarten- und Effektanalyse (FMEA) oder ähnliche Verfahren verwendet werden. Bezeichnung Bereich klein DC < 60 % niedrig 60 % ≤ DC < 90 % mittel 90 % ≤ DC < 99 % hoch 99 % ≤ DC Zur Abschätzung des DC in pneumatischen Systemen gilt u.a. nach DIN EN ISO 13849-1, Anhang E: Indirekte Überwachung (z. B. Überwachung durch Druckschalter, elektrische Positionsüberwachung von Antriebselementen): 90 % bis 99 % DC, abhängig von der Anwendung Direkte Überwachung (z. B. elektrische Stellungsüberwachung der Steuerungsventile, Überwachung elektromechanischer Einheiten durch Zwangsführung) : 99 % DC
- Was ist der Unterschied zwischen DIN EN 954-1 und DIN EN ISO 13849-1?
- Die DIN EN 954-1:1996 wurde abgelöst durch DIN EN ISO 13849-1:2007. Beide Normen beschreiben sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen und sind harmonisiert zur EG-Maschinenrichtlinie. Für die neue Norm gilt eine Übergangsfrist bis November 2009. Bis dahin kann sie schon angewendet werden, muss aber noch nicht. Mit der Ablösung geht eine grundsätzliche Änderung in der Herangehensweise einher. Die bisherige deterministische Betrachtungsweise nach DIN EN 954-1 wird ergänzt durch probabilistische Betrachtungen. Der Ansatz von DIN EN 954-1 basiert auf dem Berücksichtigung von Strukturen. Dabei wurden bewährte Methoden wie Sicherheitsfunktionen, Risikograph und Kategorien verwendet. Mit der neuen Norm kommt die Wahrscheinlichkeitsrechnung hinzu, es erfolgt eine Quantifizierung von Bauteilzuverlässigkeit und Testgüte und eine Betrachtung von Fehlermöglichkeiten. Der Risikograph führt nicht mehr zu einer Steuerungskategorie wie in DIN EN 954-1, sondern zu einem Performance Level PL.
- Was ist der Unterschied zwischen Fehler und Ausfall?
- Ein Fehler ist der Zustand einer funktionalen Einheit, charakterisiert durch die Unfähigkeit, eine geforderte Funktion auszuführen. Ausgenommen davon ist die Unfähigkeit während vorbeugender Wartung oder anderer geplanter Handlungen, oder aufgrund des Fehlens externer Mittel. Ein Fehler ist oft das Resultat eines Ausfalls der Einheit selbst. . Ein Ausfall ist die Beendigung der Fähigkeit einer funktionalen Einheit, eine geforderte Funktion zu erfüllen. Nach einem Ausfall hat die Einheit einen Fehler. Der „Ausfall“ ist ein Ereignis, im Unterschied zum „Fehler“, dieser ist ein Zustand. Im Weiteren muss unterschieden werden zwischen: gefahrbringender Ausfall, das ist der Ausfall der das Potential hat, ein sicherheitsbezogenes Teil einer Steuerung in einen gefährlichen Zustand oder eine Fehlfunktion zu bringen. Ausfall infolge gemeinsamer Ursache (CCF): das sind Ausfälle verschiedener Einheiten aufgrund eines einzelnen Ereignisses, wobei diese Ausfälle nicht auf gegenseitiger Ursache beruhen systematischer Ausfall: ist ein Ausfall mit deterministischem Bezug zu einer bestimmten Ursache, der nur durch Änderung der Gestaltung oder des Herstellungsprozesses, Betriebsverfahren, Dokumentation oder zugehörenden Faktoren, beseitigt werden kann.
- Was ist der Unterschied zwischen Gefährdung und Risiko?
- Die Beschreibung erfolgt in DIN EN ISO 12100-1:2004. Im Rahmen einer Gefährdungsanalyse wird das vorherrschende Risiko ermittelt. Falls nötig schließt sich ein Prozess der Risikoreduzierung an. Eine Gefährdung ist eine potentielle Schadensquelle. Wobei ein Schaden eine physische Verletzung oder Schädigung der Gesundheit darstellt. Eine Gefährdung kann spezifiziert werden, nach dem Ursprung (z. B. mechanische Gefährdung, elektrische Gefährdung) oder der Art des zu erwartenden Schadens (z. B. Gefährdung durch elektrischen Schlag, Gefährdung durch Schneiden, Gefährdung durch Vergiftung, Gefährdung durch Feuer). Die Gefährdung im Sinne dieser Definition ist entweder bei der bestimmungsgemäßen Verwendung der Maschine dauerhaft vorhanden (z. B. Bewegung von gefährdenden beweglichen Teilen, Lichtbogen beim Schweißen, ungesunde Körperhaltung, Geräuschemission, hohe Temperatur) oder kann unerwartet auftreten (z. B. Explosion, Gefährdung durch Quetschen als Folge eines unbeabsichtigten/unerwarteten Anlaufs, Herausschleudern als Folge eines Bruchs, Stürzen als Folge von Beschleunigung/Abbremsen). Das Risiko ist eine Kombination der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Schadens und seines Schadensausmaßes. Nach der Gefährdungsanalyse und entsprechenden Maßnahmen zur Risikominderung kann ein Restrisiko verbleiben Im Rahmen der Risikobeurteilung, die eine Risikoanalyse und Risikobewertung umfasst, werden die Grenzen der Maschine festgelegt, erfolgt eine Identifizierung der Gefährdung und Risikoeinschätzung und eine Beurteilung, ob die Ziele zur Risikominderung erreicht wurden.
- Was sind sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen?
- Als sicherheitsbezogenes Teil einer Steuerungen (SRP/CS) wird das Teil einer Steuerung bezeichnet, das auf sicherheitsbezogene Eingangssignale reagiert und sicherheitsbezogene Ausgangssignale erzeugt. In DIN EN ISO 13849-1:2007 Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen, Teil 1: Allgemeine Gestaltungsleitsätze wird dazu festgelegt: „Teile einer Maschinensteuerung, die Sicherheitsfunktionen liefern sollen, werden sicherheitsbezogene Teile einer Steuerung (SRP/CS) genannt, und diese Teile können entweder aus Hardware und Software bestehen und separater oder integraler Bestandteil der Maschinensteuerung sein. Zusätzlich zur Bereitstellung von Sicherheitsfunktionen kann ein SRP/CS auch Betriebsfunktionen liefern (z. B. eine Zweihandsteuerung zum Start eines Prozesses). Die Fähigkeit sicherheitsbezogener Teile von Steuerungen, eine Sicherheitsfunktion unter vorhersehbaren Bedingungen auszuführen, wird einer von fünf Stufen zugeordnet, den so genannten Performance Level (PL). Diese Performance Level werden definiert in Form der Wahrscheinlichkeit eines gefahrbringenden Ausfalls je Stunde.“
- Welche funktionalen Aspekte sind bei einer Not-Halt-Einrichtung zu beachten?
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Die funktionalen Aspekte von Not-Halt-Einrichtungen sind in DIN EN ISO 13850:2007, Not-Halt-Gestaltungsleitsätze beschrieben. Sie hat DIN EN 418:1993 abgelöst.
Eine in der Maschine integrierte Not-Halt-Funktion hat die Aufgabe eine aufkommende Gefährdung abzuwenden bzw. eine bereits bestehende Gefährdung zu mindern.
Dabei ist die Not-Halt-Funktion durch eine einzige Handlung einer Person auszulösen.
Die Sicherheitsanforderungen nach DIN EN ISO 13850:2007 sind folgende:Die Not-Halt-Funktion muss jederzeit verfügbar und funktionsfähig sein und muss Vorrang vor allen anderen Funktionen und Arbeitsgängen in allen Betriebsarten der Maschine haben, ohne irgendwelche Einrichtungen zu beeinträchtigen, die vorgesehen sind, um eingeschlossene Personen zu befreien. Es darf für beliebige Startkommandos (beabsichtigt, unbeabsichtigt oder unerwartet) nicht möglich sein, auf solche Arbeitsgänge einzuwirken, die durch die Einleitung der Not-Halt-Funktion angehalten wurden, bis die Not-Halt-Funktion manuell zurückgesetzt wurde.
Die Not-Halt-Funktion darf nicht als Ersatz für Schutzmaßnahmen oder andere Sicherheitsfunktionen verwendet werden, aber sollte als ergänzende Schutzmaßnahme konzipiert sein. Die Not-Halt-Funktion darf die Wirksamkeit von Schutzeinrichtungen oder von Einrichtungen mit anderen Sicherheitsfunktionen nicht beeinträchtigen.
Die Not-Halt-Funktion muss so konzipiert sein, dass nach Betätigung des Not-Halt-Gerätes gefährliche Bewegungen und der Betrieb der Maschine in geeigneter Weise angehalten werden, ohne zusätzliche Gefährdungen zu verursachen und ohne jede weitere Einflussnahme durch irgendeine Person, entsprechend der Risikobeurteilung.
Die Not-Halt-Funktion muss so konzipiert sein, dass die Entscheidung, das Not-Halt-Stellteil zu betätigen, der Person keine Überlegungen bezüglich der sich daraus ergebenden Wirkungen abverlangt.
Der Not-Halt muss wie in einer der folgenden Stopp-Kategorien beschrieben werden:
Stopp-Kategorie 0
Stillsetzen durch:
sofortiges Unterbrechen der Energiezufuhr zu den Maschinen-Antriebselementen oder
mechanische Trennung zwischen Gefahr bringenden Teilen und ihren Maschinen-Antriebselementen und, falls notwendig, durch Bremsen.Stopp-Kategorie 1
Ein gesteuertes Stillsetzen mit Energiezufuhr zu den Maschinen-Antriebselementen, um den Halt zu erreichen und nachfolgend, nach erreichtem Stillstand, Unterbrechung der Energiezufuhr.
Beispiele für das Unterbrechen der Energiezufuhr beinhalten:
Abschalten der Energiezufuhr zu den Elektromotoren der Maschine,
Entkuppeln der beweglichen Teile der Maschine von der Quelle der mechanischen Energie und
Absperren der hydraulischen/pneumatischen Energieversorgung zu einem Kolben/Stößel.Die Wahl der Stopp-Kategorie für Not-Halt muss mit der Risikobeurteilung der Maschine ermittelt werden.
Nach Auslösen eines Not-Halt-Gerätes, das einen Not-Halt-Befehl ausgelöst hat, muss die Wirkung dieses Befehls bis zu seiner manuellen Rückstellung erhalten bleiben. Diese Rückstellung darf nur an dem Ort möglich sein, an dem die Not-Halt-Befehlsgabe vorgenommen wurde. Die Rückstellung des Befehls darf die Maschine nicht wieder in Gang setzen, sondern nur das Wieder-In-Gang-Setzen ermöglichen. Das In-Gang-Setzen der Maschine darf erst möglich sein, wenn an jedem Ort, an dem Not-Halt ausgelöst wurde, ein manuelles Rücksetzen des Not-Halt-Gerätes durchgeführt wurde.
Ein Not-Halt-Gerät muss an jedem Bedienstand angebracht sein, ausgenommen, wo die Risikobeurteilung ergibt, dass dies nicht notwendig ist.
Beim Not-Halt-Gerät muss das Prinzip der direkten Betätigung mit mechanischer Verrastfunktion angewendet werden.
Im Falle eines Fehlers in dem Not-Halt-Gerät (einschließlich der Funktion, das Not-Halt-Kommando zu speichern) muss die Funktion zur Erzeugung des Not-Halt-Kommandos Vorrang vor der Speicherfunktion haben. Das Rückstellen (zum Beispiel Entriegeln) des Not-Halt darf nur als Ergebnis einer manuellen Aktion an der Stelle möglich sein, wo der Not-Halt eingeleitet wurde.
Das Not-Halt-Stellteil muss rot sein. Soweit ein Hintergrund hinter dem Stellteil vorhanden und soweit es durchführbar ist, muss dieser gelb sein.
- Welche funktionalen Aspekte sind bei einer pneumatischen Zweihandschaltung zu beachten?
- Zweihandschaltungen sollten nach DIN EN 574:1997 gestaltet werden. Eine Zweihandschaltung erfordert mindestens die gleichzeitige oder aber synchrone Betätigung durch beide Hände um eine Maschine zu betreiben. Zweihandschaltungen werden nach Typ I, II, III A, III B und III C unterteilt. Die Auswahl des entsprechenden Typs hängt ab von der vorhandenen Gefährdung, der Risikobeurteilung und weiteren Einflüssen je nach Anwendungsfall ab. Die konstruktive Anordnung der Stellteile sollte so erfolgen, dass sowohl eine versehentliche Betätigung der Stellteile möglichst gering und die Schutzwirkung der Zweihandschaltung nicht auf einfache Art und Weise umgangen werden kann. Der pneumatische Zweihand-Steuerblock ZSB-1/8 ist ein Sicherheitsbauteil nach Maschinenrichtlinie 89/392/EWG Anhang 4. Er entspricht der Kategorie 1 nach DIN EN 954 (nur in Verbindung mit einem Druckschaltventil, z. B. VD-3-PK-3) bzw. dem Typ III A nach DIN EN 574.