„Es ist des Lernens kein Ende“
Neue Wege des Wissenserwerbs
Das Zitat des berühmten deutschen Komponisten
und Pianisten Robert Schumann
(1810–1856) ist heute aktueller denn je. Seminarangebote im Job, Kurse zur privaten
Weiterbildung, Informationen aus dem Internet, Austausch in Netzwerken – die
Möglichkeiten, sich Wissen anzueignen, scheinen grenzenlos. Doch was braucht
man davon tatsächlich und wie lernt man Relevantes am besten?
Grundvoraussetzung
für
erfolgreiches Lernen: Die
Qualität der Information
muss stimmen.
O
b Allgemein- oder Experten-
wissen, die Möglichkeiten mo-
dernen Informationserwerbs
eröffnen dem Menschen des
21. Jahrhunderts bislang nie gekannte
Wissensquellen. Globale Wissensplatt-
formen, soziale Netzwerke und internes
Wissensmanagement von Unternehmen
versuchen die Flut an Daten zu bündeln
und gezielt zur Verfügung zu stellen. Es
geht nun in erster Linie um das Finden
neuer Wege, wie relevante Informationen
gefiltert und verarbeitet werden können.
Das Lernen selbst steht dabei nicht im
Mittelpunkt, vielmehr die sinnvolle Auf-
und Vorbereitung. Denken und Lernen
sollen neue Freiräume gewinnen, um sich
verstärkt auf kreative Prozesse und Pro-
blemlösungen zu konzentrieren.
Interesse beflügelt
Grundvoraussetzung für jede Art von Ler-
nen ist neben der Qualität der Information
vor allem das Interesse. Wer auf die eige-
ne Schulzeit zurückblickt, erinnert sich
bestimmt an das sture Auswendiglernen
mathematischer Formeln, des Perioden-
systems der Elemente oder an das ge-
betsmühlenartige Deklinieren von Verben.
Oft blieb der Lernerfolg trotz aller Mühen
aus. Will man auf einem Gebiet wirklich
gut und erfolgreich werden, muss man
sich dafür interessieren und geeignete
Rahmenbedingungen schaffen. Aus Inte-
resse resultiert Lernerfolg, daraus ent-
steht Motivation, Motivation verstärkt
wiederum das Interesse – der Weg ist
frei für wachsende Neugier und Wissens-
durst. Interesse entsteht, wie es die latei-
nischen Wurzeln des Wortes verraten –
inter „zwischen“, esse „sein“ – wenn
man inmitten der Dinge ist und aktiv an
einem Thema oder Prozess teilnimmt.
Die 24-Stunden-Regel
Um frisch Erlerntes besser im Gedächtnis
zu behalten, gibt es jede Menge Tricks
und Methoden. Dazu zählen Mnemotech-
niken, wie das Verknüpfen von Inhalten