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Zukunftsträchtige Kombination:
Bioreaktoren
und Automatisierungstechnik mit CPX/MPA
Ventilinseln von Festo im einbaufertig gelieferten
Schaltschrank (oben).
Komplettlösung Schaltschrank:
Kernstück der
Automatisierung auf der Sensor-Aktor-Ebene ist
die CPX/MPA Ventilinsel (unten).
„Für uns hat die Standardisierung nur Vorteile“,
betonen Dr.-Ing. Sven Kelly und Gabriele Wulf, ver-
antwortlich für den Aufbau der Bioreaktoren und
Pufferanlagen.
2.2011
trends in automation
Synergien
40
41
I
n sein neues Werk investiert Merck
Serono, die Pharmasparte der Merck
KGaA, 350 Mio. Euro und schafft 200
zusätzliche Arbeitsplätze für Biologen,
Ingenieure, Techniker und Laborpersonal.
Auf vier Produktionsanlagen mit einer
Bioreaktorkapazität von 140.000 Litern
entstehen im biotechnologischen Prozess
Medikamente aus komplexen Molekülen,
die chemisch nicht synthetisiert werden
können. Dazu gehören die Entwicklung
der Zellbank, die Produktion von Protei-
nen in den Bioreaktoren sowie die Filtra-
tion und das Aufreinigen für reinste Pro-
teinkonzentrationen.
Lückenlos und vollautomatisch
„Ohne zuverlässige Automatisierungs-
technik ist der Betrieb der Bioreaktoren
in Grössen bis 15.000 Litern Fassungsver-
mögen undenkbar“, erklärt Gabriele Wulf,
verantwortlich für den Aufbau der Puffer-
sierungstechnik zusammengerufen. „Es
gibt praktisch keinen Anlagenhersteller
aus Europa, der nicht am Aufbau unseres
neuen Werks beteiligt gewesen wäre“,
verrät Dr.-Ing. Sven Kelly, zuständig für
die Erstellung der Bioreaktoranlagen.
„Dies bedeutete natürlich eine enorme
Koordinationsaufgabe“, so Kelly weiter.
Sehr hilfreich sei dabei die Standardisie-
rung der Schaltschränke gewesen. „Für
Festo war es offensichtlich kein Problem,
die Anlagenlieferanten aus allen Teilen
Europas in unserem Sinne zu beraten
und mit den richtigen Schaltschränken
für die Anlagen auszustatten“, sagt Kelly.
Anschlussfertige Schaltschränke
Festo lieferte 200 komplett anschlussfer-
tige Edelstahl-Schaltschränke für die rund
80 Ansatzbehälter und Bioreaktoren der
neuen Biotech-Fabrik mit ihren etwa
anlagen im neuen Biotech-Werk. Unerläss-
lich ist es, die Umweltbedingungen im
Bioreaktor – wie die Sauerstoffzufuhr, die
Temperatur, den pH-Wert und die Rührge-
schwindigkeit – ständig sorgsam zu über-
wachen und zu kontrollieren. Nur so kön-
nen sich die Zellen optimal vermehren.
Wer auf den Weltmärkten vorne mit dabei
sein will und gesetzliche Regelungen wie
die der europäischen EMA, Swissmedic und
der US-amerikanischen FDA erfüllen muss,
für den ist die Validierung der Prozesse un-
erlässlich. Mit der Automatisierung kann
der gesamte Herstellungsprozess lückenlos
und papierlos vollautomatisch kontrolliert
und dokumentiert werden.
Anlagenhersteller aus ganz Europa
Zum Bau seines zukunftsträchtigen Werks
hat Merck Serono das Who’s who des
Pharma-Anlagenbaus und der Automati-