Aus der Reihe tanzen

Hochflexible Fräs-Dreh-Zentren

Bis zu 70 % Zeitgewinn und 50 % niedrigere Stückkosten – darüber berichten viele Anwender von Fräs-Dreh-Zentren der Marke Stama. Grund dafür ist die hohe Flexibilität der Maschinen, deren Rüstzeiten praktisch vernachlässigbar sind. Die integrierte Automationslösung von Festo zum Be- und Entladen der Werkstücke sowie der Werkzeugwechsler im Zusatzmagazin tragen ihren Teil zum Erfolg bei.

Das große Plus der Werkzeugmaschinen von Stama: Kleine Losgrößen und Großserien lassen sich mit ihnen nahezu beliebig hintereinander schalten. „Was unsere Fräs-Dreh-Zentren so stark macht, ist die Tatsache, dass Werkstücke von allen sechs Seiten komplett in einem Arbeitszyklus gefräst, gedreht, gebohrt, gerieben, verzahnt, entgratet und poliert werden können“, erklärt Gerhard Schweicker, Vertriebsingenieur bei Stama. „Mit unserer 5-Achs-Bearbeitung werden Werkstück und Werkzeug frei im Raum relativ zueinander beliebig positioniert und geschwenkt“, ergänzt der Maschinenexperte.

Integrierte Automation: Die Teilebeladung übernimmt ein Linienportal von Festo mit entsprechenden Greifern.

Vertikale Teilebeladung

„Bei den Maschinen der MT-Serie MT726-2C und MT734-2C sind parallel zwei Werkzeuge unabhängig voneinander im Einsatz. Dabei ist durch die schwenkbaren Drehspindeln eine vertikale Teilebeladung möglich“, so Schweicker. „Die Teilebeladung übernimmt die integrierte Automation, ein Linienportal von Festo mit entsprechenden Greifern“, sagt Jochen Boscher vom Stama-Projektmanagement. Der Be- und Entlader legt das Werkstück am Bearbeitungsplatz ab, auf dem es automatisch gespannt wird. Damit können die Arbeitszyklen optimal genutzt werden: Während ein Werkstück noch bearbeitet wird, kann die integrierte Automationslösung in den Bearbeitungsraum einfahren, Fertigteile entladen und unabhängig vom anderen Werkstück nach ihrer Bearbeitung entnehmen.

Die Folge sind kürzere Stückzeiten und niedrigere Stückkosten, denn die früher notwendige manuelle Beladung entfällt. Stattdessen eröffnet das einbaufertige Linienportal neue Perspektiven. Mit einer 4,5 Meter langen DGE Achse in der Horizontalen sowie mit zwei unabhängig voneinander arbeitenden vertikalen EGC Achsen mit HGPL Greifern von Festo können die Werkstücke zur Bearbeitung direkt in den Arbeitsraum transportiert, also zeitgleich be- und entladen werden. Festo liefert den Be- und Entlader komplett und einbaufertig an die Maschine.

Werkzeugwechsler senkt Rüstzeiten

Um bei häufigem Bauteilewechsel die Rüstzeiten erheblich zu reduzieren, bietet Stama die Fräs-Dreh-Zentren der Baureihe MT726 und MT734 auch mit einem Zusatzmagazin zur Vorhaltung weiterer Werkzeuge an. Den vollautomatischen Werkzeugwechsel übernimmt auch hier eine komplette und einbaufertige Handhabungslösung von Festo. Diese zweifache Greif-Dreh-Einheit besteht aus EGC Achsen, dem pneumatischen Drehantrieb DRRD und dem robusten Werkzeuggreifer HGPT. „Es ist schon ein großer Vorteil, bei der Projektierung alle notwendigen Handhabungslösungen für Werkstück- und Werkzeughandling aus einer Hand zu bekommen“, stellt Boscher heraus. „Mit Festo haben wir einen kompetenten Entwicklungspartner für die komplette Automation in der Maschine.“

Einbaufertige Systemlösungen

Bei der Projektierung der Systemlösungen für die Fräs-Dreh-Zentren griffen die Spezialisten des Technik- und Applikations-Centers von Festo auf ihren Erfahrungsschatz aus Tausenden einbaufertiger Handhabungslösungen zurück. Im Falle solcher Projekte ist daher die Einbindung verschiedener Bussysteme oder die E/A-Ankopplung an die Maschinensteuerung unproblematisch. Kundenspezifische Lösungen für Einbauschnittstellen und Trennstellen werden den jeweiligen Erfordernissen angepasst. Hier beispielsweise zeigen sich der Be- und Entlader sowie der Werkzeugwechsler im Zusatzmagazin aufgrund der kundenindividuellen Anpassung am Front-End als besonders flexibel.

„Die integrierte Automationslösung mit dem Be- und Entlader sowie Werkzeugwechsler von Festo trägt seinen Teil zu einem platzsparenden Maschinenlayout bei“, so Schweicker. „Da drei Viertel unserer Maschinen in allen Teilen der Welt im Einsatz sind, ist es umso wichtiger, mit einem global agierenden Partner wie Festo mit seinem dichten Vertriebs- und Servicenetz zusammenzuarbeiten. Das gilt insbesondere für China, wo wir als Werkzeugmaschinenhersteller besonders stark wachsen“, ergänzt Boscher von Stama.



Stama Maschinenfabrik GmbH

Siemensstraße 23
73278 Schlierbach
Deutschland

www.stama.de

Tätigkeitsfeld: Herstellung und Vertrieb von vertikalen CNC-Bearbeitungszentren, Vorrichtungen, Werkzeugen sowie Messtechnik

  1. Dieser Artikel erschien im Festo Kundenmagazin trends in automation 1.2017

März 2017

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