Potenziale für die kollaborativen Arbeitsräume der Zukunft

Damit erfüllt der BionicSoftArm zwei wesentliche Anforderungen der kollaborativen Arbeitsräume von morgen: Die strikte Trennung zwischen der manuellen Arbeit des Werkers und den automatisierten Aktionen des Roboters wird zunehmend aufgehoben. So können in Zukunft Mensch und Maschine gleichzeitig dasselbe Werkstück oder Bauteil gemeinsam bearbeiten.

Das setzt zum einen voraus, dass automatisierte Roboterlösungen unmittelbar und sicher mit dem Menschen interagieren können – ohne dass beide aus Sicherheitsgründen voneinander abgeschirmt werden müssen. Zum anderen werden in diesen offenen Arbeitsräumen vor allem Roboter gefragt sein, die sich dabei flexibel anpassen lassen und sich eigenständig auf unterschiedliche Produkte und Szenarien einstellen.

Baukastenprinzip mit breitem Anwendungsspektrum

Seine Flexibilität verdankt der BionicSoftArm seinem modularen Aufbau, der sich aus mehreren pneumatischen Balgsegmenten und Drehantrieben kombinieren lässt. Je nach Anforderung kann der BionicSoftArm in der Länge mit bis zu sieben pneumatischen Aktoren variiert werden und ist damit in Reichweite und Beweglichkeit maximal flexibel. Dadurch lassen sich sehr einfach Anwendungen umsetzen, die mit einem Standardroboter schwierig zu realisieren sind.

So kann der BionicSoftArm auch auf engstem Raum um Hindernisse herum arbeiten. Eine direkte Mensch-Roboter-Kollaboration ist ebenso möglich wie der Einsatz in klassischen SCARA-Anwendungen, zum Beispiel Pick-and-Place-Aufgaben. Der Wegfall aufwendiger Sicherheitseinrichtungen wie Käfige oder Lichtschranken verkürzt die Umbauzeiten und ermöglicht so einen flexiblen Einsatz an wechselnden Orten – ganz im Sinne einer wandlungsfähigen und wirtschaftlichen Fertigung.