Smartphones - wer hat die Nase vorne?

Sie können immer mehr und werden immer öfter zum ständigen Begleiter: Smartphones. Nokia, Google, Microsoft, RiM und Apple: Auf dem Smartphone-Markt ist ein heißer Kampf um Anteile ausgebrochen. Nicht verwunderlich, denn bis 2015 wird sich die Zahl der Smartphone-Besitzer verdreifachen. Und welcher Anbieter hat in diesem „Spiel“ die besseren Karten?

Sie sind keine „Handys“ mehr, sondern werden Smartphones genannt. Diese Bezeichnung erhalten Mobiltelefone, die bereits mehr Computer als Handy sind, einen leistungsstarken Prozessor integriert haben, viele Geräte – von der Digicam bis zum Videoplayer – in sich vereinen und uns als digitale Assistenten begleiten.

 

Berühmtester Vertreter ist Apples iPhone. 720 Millionen Handy-Besitzer gab es zur Jahrtausend-Wende, heute sind es etwa 6 Milliarden, jeder siebente nutzt ein Smartphone – das berühmteste: Apples iPhone.

Nokia N8

 

Nokia N8


Smartphone-Boom hält an

Das Smartphone des Herstellers mit dem bekannten Apfel-Logo hat eine ganze Branche inspiriert und es geht weiter. In den Labors der Konkurrenten wird auf Hochtouren entwickelt, denn wir stehen erst am Anfang des Smartphone-Booms.

 

Nur etwa 14 Prozent der Kunden weltweit besitzen heute ein Smartphone. Bis 2015 – so eine aktuelle Prognose des US-Handy-Chip-Herstellers Qualcomm – wird sich die Zahl der Smartphone-Besitzer verdreifachen. 2011 wird der Smartphone-Anteil auf 22 Prozent steigen, im Jahr 2012 sind es 27, 2013 33 und 2014 38 Prozent.

Entscheidend: das Betriebssystem

Marktführer bei den intelligenten Mobiltelefonen ist – man möge es nicht für möglich halten – nach wie vor Nokia: Eine Million Geräte verkauft der finnische Konzern pro Tag. 260.000 davon sind Smartphones.

 

Dennoch wird Nokia von so manchen IT-Experten abgeschrieben, denn seit 2007 – dem Geburtsjahr des ersten iPhones – ist Nokia noch keine passende Antwort auf das Apple-Handy gelungen; weil es nach wie vor auf das in der Handhabung vergleichsweise schwerfällige Betriebssystem Symbian setzt.

Apps sorgen für Action

In der „Mobilfunk-Branche“ wird bereits vom „Smartphone-Krieg“ gesprochen. Die Parteien des Technologie-Konflikts: Nokia mit dem Betriebssystem „Symbian^3“, Google mit „Android“, Microsoft mit „Windows Phone 7“, RIM (BlackBerry) tritt mit „BlackBerry OS 6“ an und jene Partei, die alle im Visier haben: Apple.

 

Die Grundprinzipien der Betriebssysteme sind gleich: Sie sind auf Touchscreens ausgelegt und können durch Mini-Programme, „Apps“ genannt, die man sich direkt aufs Handy laden kann, erweitert und individualisiert werden.

Gerangel um den ersten Platz

Wer künftig die Nase vorne haben wird, hängt von vielen Faktoren ab: Marketing, Menüführung des Betriebssystems, Angebot an Programmen, die Offenheit für Programmierer etc. Das „größte Wahrsage-Unternehmen der Welt“, der Marktanalytiker Gartner, geht davon aus, dass Googles offenes Betriebssystem Android erst im Jahr 2014 Symbian vom ersten Platz verdrängt haben wird. Ob diese Prognose stimmt, bleibt abzuwarten.

 

Google hat mit Android die besten Karten, da immer mehr Handy-Hersteller, von Samsung über Motorola bis zu HTC, auf Android setzen und Symbian nur noch von Nokia favorisiert wird. 2009 hatte Gartner noch prognostiziert, dass Android erst 2012 auf den zweiten Platz vorstoßen wird und hat sich mit dieser Weißsagung um zwei Jahre verschätzt. Der Handy-Markt ist nämlich nicht leicht zu vorherzusagen, wie man am Beispiel iPhone gesehen hat.