Pneumatische Antriebe

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Pneumatische Antriebe

In einem Pneumatikzylinder wird die Druckluft dazu verwendet, Kraft auf einen Zylinderkolben wirken zu lassen und ihn so in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Die Bewegung des Kolbens wird über die Kolbenstange oder magnetischen Kraftschluss auf die zu bewegenden Teile übertragen. Ein Pneumatikzylinder ist ein mit Druckluft in der Regel bis maximal 12 bar betriebener Aktor zur Erzeugung einer geradlinigen oder rotatorischen Bewegung. Zu unterscheiden sind einfachwirkende und doppeltwirkende Zylinder (Arbeit wird nur in eine Richtung bzw. in beide Richtungen verrichtet). Typische Anwendungsgebiete für pneumatische Antriebe sind Spannen, Heben, Senken, Schieben, Ziehen, Zuführen, Drehen, Greifen, Klemmen und Halten, Fügen, Stoppen, Stempeln, Prägen und weitere. Pneumatische Antriebe zeichnen sich durch hohe Beschleunigung und Verzögerung aus. Die erreichbaren Geschwindigkeiten liegen zwischen 10 mm/s und bis zu 3 m/s. Pneumatische Antriebe sind robust und aufgrund der Kompressibilität der Luft nachgiebig.

Normzylinder

Normzylinder sind pneumatische Zylinder mit standardisierten Abmessungen und Befestigungsschnittstellen. Bezüglich dieser Maße sind Normzylinder einer Norm identisch. Standards gibt es für Kolbenstangenzylinder in runder Bauform (ISO 6432), in kompakter Bauform (ISO 21287) und für große Zylinder (ISO 15552).