• Bionic Learning Network

    Bionic Learning Network

    Lernen von der Natur: Im Bionic Learning Network liefern natürliche Prinzipien neue Impulse für die Technik und industrielle Applikationen.

  • BionicSoftHand

    BionicSoftHand

    Pneumatische Roboterhand mit künstlicher Intelligenz für eine direkte Mensch-Roboter-Kollaboration.   

  • BionicSoftArm

    BionicSoftArm

    Dank seines modularen Aufbaus beherrscht der Roboterarm sowohl freie und flexible Bewegungen als auch definierte Abläufe.

  • BionicFinWave

    BionicFinWave

    Für den BionicFinWave hat sich unser Bionik-Team von der undulierenden Flossenbewegung inspirieren lassen.

  • Bionic Learning Network

    Highlights 2018

    Auch 2018 gilt: Die Bionik macht neugierig und weist Wege, wie sich künftige Arbeits- und Lernwelten verantwortungsbewusst gestalten lassen.

  • Bionic Learning Network 2015

    Highlights 2015–2017

    Was kann die Produktion der Zukunft schon jetzt von der Natur lernen? Das verraten unsere Bionik-Projekte der Jahre 2015 bis 2017.

  • Bionic Learning Network 2014

    Highlights 2013–2014

    Ob zu Wasser, an Land oder in der Luft: erleben Sie unsere bionischen Highlights aus den Jahren 2013 und 2014.

  • Bionic Learning Network 2010-2012

    Highlights 2010–2012

    Von 2010 bis 2012 machte die Bionik einen großen Schritt in Richtung der industriellen Praxis. Erfahren Sie mehr über die Highlights dieser Jahre.

  • Bionic Learning Network 2006-2009

    Highlights 2006–2009

    Seit 2006 präsentiert Festo jedes Jahr die neuesten bionischen Technologieträger. Klicken Sie sich durch die wichtigsten Projekte der ersten vier Jahre.

Bionic Learning Network

Neue Impulse für die Fabrik- und Prozessautomatisierung 

Im Fabrikalltag übernimmt Automatisierungstechnik typische Aufgaben wie das Greifen, Bewegen und Positionieren von Gütern sowie das Steuern und Regeln von Prozessen. All diese Aufgaben löst die Natur ganz selbstverständlich, einfach und energieeffizient. Was läge da näher, als sich ihre Phänomene anzuschauen und von ihnen zu lernen?
 
Deshalb hat Festo einen Forschungsverbund mit namhaften Hochschulen und Instituten, Entwicklungsfirmen und privaten Erfindern ins Leben gerufen: das Bionic Learning Network.

Wer steckt hinter dem Bionic Learning Network?

Die Teilnehmer des Bionic Learning Network – interdisziplinäre Teamarbeit

Seit Beginn der 90er Jahre befasst sich Festo intensiv mit dem Thema Bionik. Mit der Gründung des Bionic Learning Network im Jahr 2006 hat sich ein reger und offener Austausch im Verbund mit namhaften Hochschulen, Instituten und Entwicklungsfirmen etabliert.

Das Kernteam besteht aus Ingenieuren und Designern, Biologen und Studenten von Festo. Es arbeitet eng mit Spezialisten aus anderen Unternehmensbereichen sowie externen Partner aus der ganzen Welt zusammen. Diese offene und interdisziplinäre Teamarbeit schafft neue Perspektiven und liefert neue Impulse für industrielle Applikationen und mögliche zukünftige Serienprodukte.

  • Festo intern: Kernteam Bionic Projects, Forschung und Entwicklung, Produktmanagement, Versuch, Produktentwicklung, Produktdesign, Messebau, Corporate Design …
  • Hochschulen und Institute: TU Berlin, Delft University of Technology, TU Ilmenau, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, Hochschule Oslo und Akershus, Department of Product Design, University of Applied Sciences Ravensburg-Weingarten, Universität Stuttgart, CIN Universität Tübingen, Universität Ulm, Fraunhofer IPA ...
  • Externe Firmen: aeroix GmbH, Ebert Zobel Industrial Design GbR, Effekt-Technik GmbH, Evologics GmbH, JNTec GbR, Nnaisense SA, Sachs Engineering …

Was will Festo mit Bionik erreichen?

Die Ziele – mehr als nur die Entwicklung neuer Technologien

Impulse setzen und Innovationen anstoßen, inspirieren und begeistern – als Technologieführer und als Lernunternehmen verfolgt Festo mit dem Bionic Learning Network klare Ziele:

  • Netzwerke knüpfen und Menschen aus unterschiedlichen Bereichen motivieren, ihre Ideen mit Festo zu entwickeln
  • Aktuellste Trends in Forschung und Entwicklung wahrnehmen und dabei neue Technologien und Fertigungsverfahren erproben
  • Die Kreativität in Lösungsfindungsprozessen steigern und durch Prototypbau die Produktvorentwicklung vorantreiben
  • Über die gezeigten Lösungsansätze mit Kunden und Partnern in den Dialog treten und Kundenresonanz zu innovativen Themen abfragen
  • Die Lösungskompetenz von Festo ansprechend visualisieren, um damit junge Menschen für Technik zu begeistern und neue Talente zu finden

Wie profitieren unsere Kunden davon?

Entwicklungspartner Festo – Impulsgeber für Kundeninnovationen

Die Future Concepts des Bionic Learning Networks dienen als Entwicklungsplattformen, die unterschiedlichste Technologien und Komponenten kombinieren – von den Fertigungskonzepten über die eingesetzten Serienprodukte hin zu Software sowie Steuer- und Regelungstechnik.

Durch die kontinuierliche Optimierung der einzelnen Technologien erhält Festo vielschichtige Erkenntnisse und Ansätze, um gemeinsam mit Kunden und Partnern neue Produkte und Applikationen zu entwickeln und zu verbessern. Das hieraus gewonnene Know-how macht Festo zum Partner Nummer eins seiner OEM-Kunden unterschiedlichster Branchen und Ansprüche.

Mit den passenden Komponenten und Lösungen, Services und Fachwissen unterstützt Festo die Produktentwicklung seiner Kunden von Anfang an und begleitet sie von der Marktanalyse zur Funktionssimulation über Prototypen bis hin zu einer effizienten und produktiven Serienfertigung.

 

Adaptive Greifer: vom bionischen Konzept zum Serienprodukt

Das Greifen spielt im Bionic Learning Network seit jeher eine wichtige Rolle. Denn oft liefert die Natur verblüffende Impulse und neue Lösungsansätze für die industrielle Anwendung. In den interdisziplinären Forschungsarbeiten des Netzwerks sind bereits zahlreiche bionische Greifanwendungen entstanden, von denen zwei Konzepte zum Serienprodukt weiterentwickelt wurden.

Adaptiver Greiffinger DHAS: inspiriert von der Fischflosse

Adaptiver Greiffinger DHAS: inspiriert von der Fischflosse

Der adaptive Greiffinger DHAS beruht auf dem verblüffenden Verhalten der Fischschwanzflosse. Drückt man seitlich gegen die Flosse, knickt diese nicht weg, sondern wölbt sich um den Druckpunkt herum. Diesen so genannten FinRay Effect® haben die Entwickler mithilfe von zwei flexiblen Polyurethan-Bändern, die über Zwischenstege miteinander verbunden sind, technisch umgesetzt.

Ob parallel oder zentrisch angeordnet: Beim Greifen passen sich die stabilen, aber gleichzeitig nachgiebigen Greiffinger der Kontur des Werkstückes problemlos an. Das ermöglicht ein sanftes und sicheres Greifen von empfindlichen Objekten mit unregelmäßiger Oberfläche. Der DHAS findet bereits Anwendung in der Lebensmittelindustrie, beispielsweise beim Sortieren von Obst und Gemüse.

Adaptiver Formgreifer DHEF: anpassungsfähig wie eine Chamäleonzunge

Adaptiver Formgreifer DHEF: anpassungsfähig wie eine Chamäleonzunge

Der adaptive Formgreifer DHEF ist eine Weiterentwicklung des FlexShapeGripper. Sein Wirkprinzip ist von der Zunge des Chamäleons abgeleitet. Um Beute zu fangen, lässt das Tier seine Zunge wie ein Gummiband herausschnellen. Kurz bevor seine Zungenspitze das Insekt erreicht, zieht sie sich in der Mitte zurück, während sich die Ränder weiter vorwärtsbewegen. Dadurch passt sich die Zunge der Form und Größe des jeweiligen Beutetieres an und kann es fest umschließen.

Zentrales Element des Greifers ist eine mit leichtem Überdruck gefüllte Silikonkappe, die der Chamäleonzunge nachempfunden ist und sich flexibel und formschlüssig über das jeweilige Greifgut stülpt. Dadurch kann ein Greifobjekt eingeschlossen und gehalten werden. Auch die Aufnahme mehrerer Gegenstände, wie etwa Schrauben aus einer Schale, lässt sich über eine entsprechende Ansteuerung mit Proportionalventilen realisieren.