Innovationsmanagement

Zukunftsgerichtet, vernetzt, offen  

Innovationsmanagement

Technik alleine reicht nicht, um Innovationen hervorzubringen. Das Innovationsmanagement schafft die notwendigen Rahmenbedingungen, um aus guten Ideen, Wissen und Technologie erfolgreiche Produkte am Markt – also Innovationen –  zu machen.

Zu diesen Rahmenbedingungen gehören moderne Methoden, Organisationsformen und Prozesse, wobei das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation im Mittelpunkt steht.

Mehr als Brainstorming

Die Entstehung von Innovation ist also kein Zufall, sondern Ergebnis eines systematischen Innovationsmanagements. Dieses umfasst neben strukturierenden Elementen wie Ideenmanagement, Trendmanagement, Innovationsprozesse, Kreativitätsworkshops und Bewertungsschritten auch kulturelle Elemente.

Solche kulturellen Elemente umfassen einerseits Führungsinstrumente, die ausreichend Freiräume für Kreativität bieten und Zeit lassen, auch unkonventionelle Ideen bis zu einem gewissen Reifegrad voranzutreiben. Andererseits sind auch offene Organisationsformen notwendig, welche die Mitarbeiter im Unternehmen zusammenbringen, um an Innovationen zu arbeiten. Gleichzeitig müssen auch die Unternehmensgrenzen geöffnet werden, um Wissen externer Partner mit in den Innovationsprozess einzubinden und zu nutzen.

Trends und Chancen

Die Trends und Megatrends der Zukunft müssen bekannt sein, um rechtzeitig und angemessen darauf reagieren zu können. Das frühzeitige Erkennen dieser Entwicklungen ist also eine essentielle Kompetenz. Daher wurde bereits vor Jahren das Festo Future Radar ins Leben gerufen. Durch das regelmäßige Beobachten von verschiedenen Quellen lassen sich dabei Trends und Megatrends erkennen. Dieses Aufspüren von Trends ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem erfolgreichen Zukunftsmanagement. Ob eine Entwicklung auch wirklich relevant ist, muss anschließend eine detaillierte Analyse klären. Diese identifiziert individuelle Chancen und Risiken, die sich in einem Trend verbergen.

Nach Prüfung der Relevanz und der Chancen und Risiken wird dann auf Basis eines Business Plans entschieden, ob und wenn ja wie auf den Trend reagiert werden soll.

Kreative Köpfe vernetzen

Während früher Tüftler ihre Innovation alleine vorantreiben konnten und „Daniel Düsentrieb“ als kreativer Erfinder das Leitbild des Innovators prägte, sind heute solche Einzelleistungen aufgrund des dazu notwendigen vielfältigen Wissens schwieriger geworden. Innovationen entstehen heute verstärkt in Teamarbeit. Vor dem Hintergrund einer immer komplexer werdenden Welt geht es insbesondere darum, Menschen mit unterschiedlichen Fachkompetenzen und persönlichen Fähigkeiten zusammenzubringen, um erfolgreiche Innovationen zu schaffen.

Hierzu leisten verschiedene Instrumente einen wichtigen Beitrag. Im Rahmen von Ideenkampagnen wird themenspezifisch nach Ideen gesucht. Dabei ermöglicht eine interne Ideenplattform das Teilen, Bewerten und Kommentieren von Ideen analog zu den modernen sozialen Netzwerken. Über die formale Organisation hinaus werden interne Experten aus verschiedenen Bereichen des Unternehmens zu Technologieschwerpunkten in virtuellen Teams, sogenannten Innovationsfeldern, vernetzt. Dies erfolgt über definierte Innovationsfeldleiter, die den fachlichen Austausch initiieren, moderieren und strukturieren.

Neben der thematischen Vernetzung spielt auch das systematische Schnittstellenmanagement zwischen den im Innovationsprozess beteiligten, einzelnen Bereichen eine wichtige Rolle. Definierte Ansprechpartner und ein regelmäßiger moderierter Austausch sind Instrumente die hierbei unterstützen können. Damit wird eine Vernetzung der kreativen Köpfe systematisch gefördert und die Grundlage für Innovationen geschaffen.

Open Innovation

Neben der internen Vernetzung spielt auch die Öffnung des Innovationsprozesses nach außen eine immer wichtigere Rolle. Hintergrund hierfür ist, dass Innovation heute vermehrt an den Schnittstellen zwischen Technologiefeldern entsteht und unterschiedliches Domänenwissen erfordert. Das systematische Management des externen Netzwerks und der Kooperationspartner ist daher erfolgsentscheidend.

Über das Netzwerkmanagement hinaus wird diese Öffnung, die auch als Open Innovation bezeichnet wird, durch ausgewählte Instrumente wie externe Ideenwettbewerbe und Open Innovation Plattformen unterstützt. Instrumente von Open Innovation wurden auch im Forschungsprojekt „WiIpod“ angewendet, um Mitarbeiter, die zeitweise nicht vollständig im Unternehmen tätig sind (Ausbildungszeit, Elternzeit und Altersteilzeit – sogenannte Grenzinnovatoren), systematisch in den Innovationsprozess einzubinden, deren interne und externe Perspektive zu nutzen, und damit ungenutzte Innovationspotenziale zu erschließen.