Diagnostik mit hohem Durchsatz

Artikel vom 29. Mai 2020 

COVID-19-Tests mit hohem Durchsatz

Aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie übersteigt die Nachfrage nach Tests die bestehenden Kapazitäten bei weitem. Globale Diagnostikunternehmen und Labore befinden sich in einem Wettlauf mit der Zeit, um die Testkapazitäten an die aktuelle Nachfrage anzupassen. Liquid-Handling-Lösungen können dabei sehr hilfreich sein. Sie ermöglichen Maschinenbauern, skalierbare Geräte mit hohem Durchsatz zu bauen.

In der weltweiten COVID-19-Pandemie spielen Tests eine wichtige Rolle. Nur durch umfassende Diagnostik können das Ausmaß der Pandemie und ihre Entwicklung genauer eingeschätzt werden. Dabei kommen zwei verschiedene Testverfahren zum Einsatz.

Der PCR-basierte Test

Der auf der PCR (Polymerase-Kettenreaktion) basierende Test kann diagnostizieren, ob eine Person derzeit aktiv an COVID-19 erkrankt ist. Dazu werden Nasen- und Rachenabstriche an Labors geschickt. Dort prüfen die Techniker, ob die Probe das neuartige Coronavirus enthält, indem sie die virale RNA isolieren, sie in DNA umwandeln und dann mit dem PCR-Test die DNA auf nachweisbare Werte steigern.

Dieses Testverfahren ist vor allem zu Beginn der Pandemie entscheidend. Mit seiner Hilfe kann festgestellt werden, wer das Virus hat und isoliert werden muss, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Aus diesem Grund sind PCR-basierende Tests eines der wichtigsten Instrumente zur Kontrolle des Virusausbruchs.

Beim PCR-basierten Test werden Mund- und Rachenabstriche genommen und auf das neuartige Coronavirus untersucht.
Beim PCR-basierten Test werden Mund- und Rachenabstriche genommen und auf das neuartige Coronavirus untersucht.

Der Antikörpertest

Die zweite Methode ist der Antikörpertest, oft auch Serologietest genannt. Antikörper sind kleine Proteine, die vom Immunsystem produziert werden und zum größten Teil im menschlichen Blut aufzufinden sind. Einige dieser Antikörper greifen das Virus an und neutralisieren es. Etwa fünf bis zehn Tage nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 erzeugt das Immunsystem des Körpers eine Reihe von Antikörpern. Sie bleiben noch Monate oder sogar Jahre nach der Erkrankung im Körper und bieten Immunität.

Mit der Entwicklung der COVID-19 Pandemie werden Antikörpertests immer wichtiger. Diese Tests können dazu beitragen, zu verstehen, wie die Epidemie eine Bevölkerung durchläuft und welches Immunitätsniveau in der Gesellschaft erreicht wurde. Tests in großem Maßstab helfen den Entscheidungsträgern, über Lockerungen der Kontaktbeschränkungen und die Rückkehr zur Normalität zu bestimmen.

Ausbau der Prüfkapazität mit Laborautomatisierung von Festo

Technische Lösungen helfen dabei, die Testkapazitäten deutlich zu steigern. Das große Portfolio an Liquid-Handling-Lösungen von Festo ermöglicht Maschinenbauern für Laborgeräte und Diagnostikunternehmen, skalierbare In-vitro-Diagnostik (IVD)-Geräte mit hohem Durchsatz zu bauen. Mit Komponenten und intelligenten Subsystemen für das Labor bietet Festo Automatisierungslösungen für typische Test-Workflows wie Handling von Probenröhrchen, Pipettieren und Dispensieren von Pufferlösungen oder RNA.

Festo bietet ein großes Portfolio an präzisen und durchsatzstarken Lösungen für die Laborautomatisierung:

Festo bietet ein großes Portfolio an präzisen und durchsatzstarken Lösungen für die Laborautomatisierung.
Klicken Sie auf das Bild, damit sich die Grafik mit Beschriftung in einem neuen Fenster öffnet.

Die Laborautomationsprodukte von Festo sind praxiserprobt und für anspruchsvollste industrielle Anwendungen konzipiert. Bei der Entwicklung der Komponenten lag der Fokus für Festo auf hohem Durchsatz, Präzision und Genauigkeit, wobei der Variationskoeffizient – das bedeutet die genormte Varianz – besser als drei Prozent ist. Ein hohes Maß an Standardisierung und Lagerhaltung gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit der Komponenten. Dadurch können Testkapazitäten schnell aufgebaut und bei Bedarf erweitert werden, um die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von COVID-19-Tests zu gewährleisten.