02.11.2016

Standardisierte Beschreibungssprache als Erfolgsfaktor für Industrie 4.0

Standardisierte Beschreibungssprache als Erfolgsfaktor für Industrie 4.0

Internationale AutomationML User Conference bei Festo
Die standardisierte Beschreibungssprache AutomationML (AML) ist ein wichtiger Baustein für die Produktion der Zukunft.

Die standardisierte Beschreibungssprache AutomationML (AML) ist ein wichtiger Baustein für die Produktion der Zukunft. Sie ermöglicht herstellerübergreifendes Engineering und effiziente Engineering-Prozesse. Die diesjährige AML User Conference unter dem Titel „Road to Industrie 4.0: AutomationML as Digital Enabler“, fand Mitte Oktober bei Festo in Esslingen-Berkheim (D) statt.


Auf der AML User Conference wurden wieder kräftige Impulse in Richtung Industrie 4.0 gesetzt. Die standardisierte Beschreibungssprache AML ist ein wichtiger Baustein für die Produktion der Zukunft. Sie ermöglicht herstellerübergreifendes Engineering und effiziente Engineering-Prozesse. Festo engagiert sich im Verein Automation ML (www.automationml.org) in mehreren Arbeitsgruppen für die weitere Standardisierung und Verbreitung des Automation ML Formats, insbesondere für die Ausgestaltung von Automatisierungskomponenten im Engineeringdateiformat.

 

Virtuelle Inbetriebnahme

Manuel Paul, aus der Festo Forschungsabteilung, stellte auf  der AML User Conference gemeinsam mit Projektpartnern die AutomationML-Aktivitäten im Bereich „Virtuelle Inbetriebnahme“ vor. Diese werden in den Forschungsprojekten AVANTI und ENTOC erarbeitet. „Mit AML kann zukünftig der Engineeringprozess für die Virtuelle Inbetriebnahme vereinheitlicht und vereinfacht werden. Der Konstrukteur kann beispielsweise bei der Planung einer Anlage die digitalen Abbilder der Komponenten in seine Konstruktionssoftware integrieren“, erläutert Paul. Bei Komponentenbeschreibungen in AML können Informationen einer Komponente mit den entsprechenden CAD-Daten (inklusive Kinematik-Daten) oder Steuerungsprogrammen verknüpft werden. Festo engagiert sich innerhalb des Projektes, um fluidische Schaltpläne in AML abbilden zu können.

 

AML im Forschungsprojekt OPAK

Im Rahmen des Forschungsprojekts OPAK entwickelten die Projektpartner eine AML-Schnittstelle für herstellerunabhängiges Engineering. Dadurch können die Komponenten von Festo mit ihrer standardisierten AML-Beschreibung in die Engineering-Software geladen werden und enthalten bereits alle für ihre Anwendung notwendigen Informationen und Funktionen. „So kann sich der Konstrukteur einer Anlage auf den gewünschten Automatisierungsprozess konzentrieren und muss sich nicht mit abstrakten Befehlen bei der Programmierung von Steuerungen auseinandersetzen“, erklärt Mathias Wiegand, aus der Festo Forschungsabteilung. Die Komponente sei Dank der enthaltenen, verknüpften Informationen zu ihrer Funktion bereit zum Einsatz in einer serviceorientierten Maschinen-Architektur.

 

Podiumsdiskussion zuRoad to Industrie 4.0: AutomationML as Digital Enabler“

Die Podiumsdiskussion zum Abschluss des ersten Tages stand unter dem Titel „Road to Industrie 4.0: AutomationML as Digital Enabler“. Matthias Prinzen aus dem Product Management Electric Automation von Festo sprach dabei unter anderem über die Ziele, die Festo mit dem Engagement im AML Verein für die Produktion der Zukunft verfolgt: „Wir möchten dazu beitragen, dass unser Produktportfolio in der digitalen Welt von Industrie 4.0 platziert wird. Eine der Herausforderungen ist hier die standardisierte Beschreibung von Automatisierungskomponenten, und dazu kann AutomationML mit seinen Stärken in der Datenbeschreibung beitragen.“
www.festo.at

Ansprechpartner:

Alexander Lille

+43(664)3074417
+43(1)91075-314

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Internationale AutomationML User Conference Internationale AutomationML User Conference bei Festo in Esslingen-Berkheim. Bild: Festo
Internationale AutomationML User Conference Manuel Paul (Mitte), Techniker in der Forschungsabteilung von Festo, stellte gemeinsam mit den Projektpartnern Joachim Burlein (Daimler AG - rechts) und Dr. Anton Strahilov (EKS inTec GmbH - links) die AutomationML-Aktivitäten im Bereich „Virtuelle Inbetriebnahme“ vor. Bilder: Festo