03.04.2018

Selbstlernender Arbeitsplatz für die Mensch-Roboter-Kollaboration

Selbstlernender Arbeitsplatz für die Mensch-Roboter-Kollaboration

Festo auf der Hannover Messe Industrie 2018
"Integrated Industries - Connect and Collaborate", das ist das Leitthema der Hannover Messe Industrie 2018.

„Integrated Industries – Connect and Collaborate“, das ist das Leitthema der Hannover Messe Industrie 2018. Dabei geht es um den Wettbewerbsvorsprung durch die Vernetzung von Mensch und Maschine, künstliche Intelligenz und intelligente Produkte für das Internet der Dinge. Festo hat die passenden Lösungen. Zum Beispiel präsentiert der Automatisierungsspezialist in Hannover neben neuen Bionik-Projekten einen selbstlernenden Arbeitsplatz für die Mensch-Roboter-Kollaboration.

 

Learn – Build – Operate – Inspire: das ist das Messekonzept von Festo heuer in Hannover. Im Bereich „Learn“ präsentiert Festo Didactic auf der Hannover Messe Lernsysteme für die Arbeitswelt 4.0 und stellt seine Training and Consulting-Programme vor. Im Abschnitt ‚Build‘ wird gezeigt, wie die Kunden mit intuitiven Konfiguratoren und Simulationstechniken unterstützt werden. Dank virtueller Inbetriebnahme kann man unbeabsichtigte Kollisionen vermeiden, Prozessabläufe im Hinblick auf die Taktzeit optimieren und Steuerungsabläufe im Voraus programmieren. Dadurch reduzieren sich Kosten und Aufwand für die Inbetriebnahme und der Sicherheitsstandard im Betrieb erhöht sich.

 

Festo begleitet Kunden beim Betrieb der Anlagen

 

Maschinen- und Produktionsdaten auf Shopfloor-Ebene liefern wertvolle Einblicke in die Fertigungsprozesse. Durch Zustandsüberwachung der Anlagen und vorausschauende Wartung können die Kunden eingreifen, bevor es zu Ausfällen kommt. Weitere Vorteile durch intelligente Vernetzung für flexible, automatisierte Produktionsprozesse können die Besucher an den Exponaten zum Thema „Operate“ erfahren.
Welche neuen Möglichkeiten sich durch künstliche Intelligenz und kollaborative Robotik in der Arbeitswelt von morgen ergeben, präsentiert Festo im Bereich „Inspire“ mit seinen Future Concepts aus der Bionik.

 

BionicWorkplace: Selbstlernender Arbeitsplatz für die Mensch-Roboter-Kollaboration


Mit dem BionicWorkplace präsentiert Festo einen selbstlernenden Arbeitsplatz für die Mensch-Roboter-Kollaboration, der die Vorteile des pneumatischen Leichtbauroboters BionicCobot – der auch Mitte Mai auf der Fachmesse Smart Automation Wien zu sehen sein wird – mit IT-Systemen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz verbindet. Der flexible Arbeitsplatz ist mit zahlreichen Assistenzsystemen und Peripheriegeräten ausgestattet, die miteinander vernetzt sind und untereinander kommunizieren.

 

Neben künstlicher Intelligenz machen Machine-Learning-Methoden den BionicWorkplace zu einem lernenden und antizipativen System, das sich kontinuierlich selbst optimiert. Der Mensch kann direkt mit dem BionicCobot interagieren und ihn über Bewegung, Berührung oder über die Sprache steuern. Auch eine Fernmanipulation des Systems ist möglich.

 

BionicFlyingFox: Teilautonomes Fliegen mit Motion-Tracking-System


Im Bionic Learning Network ist das Fliegen ein immer wiederkehrendes Thema. Im Verbund mit Universitäten, Instituten und Entwicklerfirmen entwirft Festo seit Jahren Forschungsträger, deren technische Grundprinzipien aus der Natur abgeleitet sind. Für den BionicFlyingFox haben die Entwickler den Flughund unter die Lupe genommen. Das ultraleichte Flugobjekt beherrscht trotz seiner Spannweite von 2,28 Meter enge Flugradien. Möglich macht das seine ausgetüftelte Kinematik nach dem Scherenprinzip. Die Handschwinge klappt sich beim Aufschwung ein und breitet sich zum kraftvollen Abschwung wieder aus. Damit sich der BionicFlyingFox in einem definierten Luftraum teilautonom bewegen kann, kommuniziert er mit einem Motion-Tracking-System. Die Installation erfasst permanent seine Position. Gleichzeitig plant das System die Flugbahnen und liefert die dazu nötigen Steuerbefehle. Start und Landung führt der Mensch aus.

 

Bionics4Education


Um die Jugend für Technik zu begeistern, bringt Festo in diesem Jahr einen Bionik-Baukasten auf den Markt. Er enthält das Material zum Bau von drei verschiedenen Bionik-Projekten: Bionischer Elefantenrüssel mit adaptivem Greifer mit Fin Ray Effect, bionischer Fisch und bionischer Chamäleongreifer. Ergänzend zur Hardware gibt es eine digitale Lernumgebung (www.bionics4education.com) mit weiteren Inhalten zur Bionik sowie hilfreichen Tipps zur praktischen Umsetzung. Die kostenfreien Inhalte helfen sowohl den Lernenden beim Zusammenbauen und Programmieren als auch den Lehrenden bei der Unterrichtsgestaltung. Dipl. Ing. Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich, freut sich über die bionischen Entwicklungen und den gelungenen bionischen Lernbaukasten für Schulen und alle Aus- und Weiterbildungsstätten – auch jenen, die sich der Vermittlung von MINT-Kenntnissen sonst nicht so sehr verschrieben haben: „Einen mechanischen Fisch zusammen zu bauen, zu programmieren und dann zum Schwimmen zu bringen – das macht Technik zu einem echten Erlebnis, das man im wahrsten Sinne des Wortes 'be-greifen' kann. Mit dem Bionik-Baukasten lernt man von der Natur. Das weckt die Neugier – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die in der Schule sonst weniger Zugang zu MINT-Themen haben.“

 

BionicWheelBot: Einzigartige Bewegungsformen nach dem Vorbild der Radlerspinne

 

Der BionicWheelBot ist ein Beispiel für solch eine ungewöhnliche Entwicklung nach dem Vorbild der Natur. Bionik-Professor Dr.-Ing. Ingo Rechenberg hat die Radlerspinne 2008 am Rande der Sahara entdeckt. Sie kann wie andere Spinnen laufen, sich aber auch mit einer kombinierten Bewegung aus Flug- und Bodenrolle fortbewegen. Seit seiner Entdeckung befasst sich Prof. Rechenberg mit dem technischen Übertrag ihrer Bewegungsmuster. Die Kinematik und das Antriebskonzept wurden nun gemeinsam mit dem Bionik-Team von Festo entwickelt. Um ins Rollen zu kommen, formt der BionicWheelBot links und rechts von seinem Körper jeweils drei Beine zu einem Rad. Zwei beim Laufen eingeklappte Beine fahren aus, stoßen die zusammengekugelte Spinne vom Boden ab und schubsen sie während des Rollens permanent an.

 

Vernetzt und intelligent

Nicht nur die Produktionsanlagen werden immer stärker automatisiert, auch die Komponenten selbst werden durch einen steigenden Anteil an Softwarebestandteilen immer intelligenter und vernetzter – ganz im Sinne von „Connect & Collaborate“, dem Leitthema der Hannover Messe 2018. Festo möchte seine Kunden mit Hilfe neuer Technologien aus dem Bereich Digitalisierung noch produktiver machen. „Für uns bedeutet dies, die Entwicklung von Software noch stärker in den Fokus zu rücken. Wir ermöglichen flexible Funktionalitäten, indem wir mehr und mehr Produktfunktionalitäten über Software abbilden“, gibt Vorstand Dr. Frank Melzer einen Ausblick in die Zukunft. Er leitet seit Oktober 2017 das Ressort Product and Technology Management bei Festo.

 

Verschmelzung von Hard- und Software


Ein Paradebeispiel für diese Entwicklung ist das Festo Motion Terminal mit der Verschmelzung von Hard- und Software zum ersten Ventil, das von Apps gesteuert wird. Zukünftig werden Komponenten von Festo so konstruiert, dass sie Daten sammeln und vorverarbeiten können, um sie für Analysezwecke bereitzustellen. Zur sinnvollen Auswertung und Nutzung dieser Daten bietet Festo verschiedene digitale Plattformen.


Festo auf der Hannover Messe 2018

 

Vom 23. bis zum 27. April 2018 zeigt Festo auf dem Hauptstand in Halle 15, Stand D11 die neuen Future- und Bionic-Concepts sowie weitere Produktneuheiten für die Fabrik- und Prozessautomatisierung mit den Stationen „Learn – Build – Operate – Inspire“.  Zusätzlich ist Festo mit interessanten Exponaten auf weiteren Ständen vertreten.

 


www.festo.at

 

Ansprechpartner:

Hannes Wusem

+43(1)91075-834


Festo Media Service

 
 

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BionicWorkplace Künstliche Intelligenz und Machine Learning machen den BionicWorkplace zu einem lernenden und antizipativen System.
BionicFlyingFox Der BionicFlyingFox: Das ultraleichte Flugobjekt beherrscht trotz seiner Spannweite von 2,28 Meter enge Flugradien.
Bionics4Education Bionics4Education: Der Bionik-Baukasten enthält das Material zum Bau von drei verschiedenen Bionik-Projekten.
BionicWheelBot Der BionicWheelBot: Einzigartige Bewegungsformen nach dem Vorbild der Radlerspinne.
Festo Motion Terminal Das Festo Motion Terminal: Verschmelzung von Hard- und Software zum ersten Ventil, das von Apps gesteuert wird.
DI Rainer Ostermann Dipl.-Ing. Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich
Dr. Frank Melzer Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology Management, Festo AG & Co. KG