04.03.2019

Flexibler Kostendrücker Festo Motion Terminal

Flexibler Kostendrücker Festo Motion Terminal

Die Automatisierungsplattform VTEM beschleunigt die Reifenherstellung
Das Festo Motion Terminal VTEM digitalisiert die Pneumatik, beschleunigt dadurch Prozesse und reduziert Kosten.

Bei einer globalen Produktionsmenge von 1,8 Milliarden Pkw-Reifen pro Jahr sind Effizienz und Produktivität mehr als gefragt. Da kommt das Festo Motion Terminal VTEM gerade recht: Es digitalisiert die Pneumatik, beschleunigt dadurch Prozesse und reduziert Kosten –
beispielsweise bei der Übergabe der Gummi-Layer an die Reifenaufbaumaschine.

 

Bevor der Grünling* in der Reifenaufbaumaschine entsteht, werden die ankommenden Gummibahnen mit unterschiedlichen Drücken beaufschlagt, um das perfekte Reifenmaterial für die Reifenaufbaumaschine vorzubereiten. Kleine Pneumatikzylinder bringen die unterschiedlichen Drücke über Kurvenscheiben auf die Gummischichten. Sie müssen dabei sehr genau in einem Druckbereich von 0,05 bis 8 bar geregelt werden. Für jede einzelne Druckzone war bei dieser Anwendung bisher ein Proportionalventil im Einsatz. Für diese Konstruktion waren viel Einbauraum und eine aufwändige Steuerung nötig.

 

Einfacher und kostengünstiger

Die Automatisierungsplattform VTEM macht diesen Prozess jetzt einfacher und kostengünstiger, denn statt einzelner Proportionalventile benötigt das Festo Motion Terminal nur die Hälfte an Ventilscheiben. Das Festo Motion Terminal ermöglicht es, bis zu 16 Druckzonen unabhängig voneinander einzustellen. Der Clou dafür ist die Digitalisierung der Pneumatik: Die vielen Funktionen des Festo Motion Terminal VTEM lassen sich durch Software-Apps einstellen.

 

Bei der vorliegenden Aufgabe in der Reifenherstellung greift die Motion App „modellbasierte Druckregelung“. Sie kompensiert negative Einflüsse auf die Druckregelung wie etwa Totvolumen durch Schlauchlängen, um die Regelgenauigkeit zu verbessern. Der aktuelle Druck ist für Qualitätskontrollen messbar. Praktisch ist die Einbindung über Ethernet-basierte Feldbusanbindungen an die Steuerungen gängiger Hersteller. Auch die Ersatzteilliste wird kürzer, weil nur noch ein Ventiltyp für viele unterschiedliche Anwendungen benötigt wird. Da eine Ventilscheibe des VTEM zwei Ventilausgänge unabhängig voneinander regeln kann, ist auch weniger Einbauraum nötig.

 


Revolution der Automatisierungstechnik

Schnelles Zuschalten von Software-Apps ermöglicht es, über 50 Einzelkomponenten zu ersetzen. Dies revolutioniert die Pneumatik in puncto Flexibilität, Energieeffizienz und Beschleunigung von Produktionsprozessen. Wie das Smartphone vor zehn Jahren den Markt der Mobilfunk-Endgeräte durcheinandergewirbelt hat, so wird das Festo Motion Terminal die Automatisierungstechnik auf den Kopf stellen. Die neue Art der Funktionsintegration – kombiniert mit Software-Apps – vereinfacht die komplette Wertschöpfungskette, denn es wird nur noch eine Hardware benötigt. Daher gilt das Festo Motion Terminal VTEM unter Experten als die Revolution in der Automatisierungstechnik.

 

Durch schnelles Zuschalten neuer Funktionen über Apps können Maschinenentwickler so nun einen Basis-Maschinentyp erstellen und je nach Auswahl der Apps diese Maschine mit unterschiedlichen Funktionen und Ausprägungen je nach Kundenwunsch ausstatten. Die Funktionszuweisung per Software bringt noch weitere Vorteile: Manipulationssicherheit und Know-how-Schutz, denn von außen ist den Ventilen nicht anzusehen, welche Funktionen sie ausführen. Außerdem vereinfacht sich das Thema Wartung, da lange Ersatz- und Verschleißteillisten obsolet werden. Über die integrierten Drucksensoren auf der Automatisierungsplattform VTEM ist Condition Monitoring möglich.

 

www.festo.com/tire

www.festo.com/motionterminal

 

 * Ein Grünling ist im Fachjargon der rohe Reifen ohne Profil.

Ansprechpartner:

Christopher Haug

+49(711)347-4032
+49(711)34754-4032

Festo Media Service

 
 

Fotos

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Motion Terminal VTEM Revolution in der Automatisierung mit dem Festo Motion Terminal: Mit dem Zuschalten neuer Funktionen über Apps können Maschinenentwickler einen Basis-Maschinentyp erstellen und diese Maschine mit unterschiedlichen Ausprägungen je nach Kundenwunsch ausstatten. (Foto: Festo AG & Co. KG)