20.03.2019

HMI 2019: Festo präsentiert BionicFinWave

HMI 2019: Festo präsentiert BionicFinWave

Unterwasserroboter mit einzigartigem Flossenantrieb
Der Automatisierungsspezialist Festo zeigt auf der Hannover Messe eine neue, von der Natur inspirierte Antriebslösung.

 

 

Der Automatisierungsspezialist Festo zeigt auf der Hannover Messe Industrie eine neue, von der Natur inspirierte Antriebslösung. Undulierende Flossenbewegungen bringen den BionicFinWave selbstständig manövrierend durch ein enges Rohrsystem.

 

Genau hinschauen und lernen! Die Natur zeigt uns, wie die optimalen Antreibssysteme für bestimmte Schwimmbewegungen aussehen. Um sich fortzubewegen, erzeugen Merresstrudelwurm und Sepia mit den Flossen eine durchgängige Welle, die sich entlang ihrer gesamten Länge voranschiebt. Für den BionicFinWave hat sich das Bionik-Team von Festo dieser undulierenden Flossenbewegung inpirieren lassen. Die Undulation drückt das Wasser nach hinten, wodurch ein Vorwärtsschub entsteht. Mit diesem Prinzip manövriert sich der BionicFinWave vorwärts oder rückwärts durch ein Rohrsystem aus Acrylglas – ein spannendes Future-Concept, das auf der Hannover Messe erstmals gezeigt wird.

 

Individuell bewegte Flossen

 

Ganz ohne Verstrebungen oder andere Stützelemente kommen die beiden komplett aus Silikon gegossen aus. Sie sind links und rechts jeweils an neun kleinen Hebelarmen befestigt, die wiederum von zwei Servomotoren angetrieben werden. Zwei anliegende Kurbelwellen übertragen die Kraft auf die Hebel, sodass sich die beiden Flossen individuell bewegen lassen und unterschiedliche Wellenmuster generieren können. Sie eignen sich besonders für eine langsame und präzise Fortbewegung und wirbeln weniger Wasser auf als beispielsweise ein Schraubenantrieb. Damit die Kurbelwellen entsprechend flexibel und biegsam sind, sitzt zwischen jedem Hebelsegment ein Kardangelenk. Dazu wurden die Kurbelwellen inklusive der Gelenke und des Pleuels aus Kunststoff in einem Stück im 3D-Druck-Verfahren gefertigt.

 

3D-Druck: Hohlräume als Auftriebskörper

 

Auch die restlichen Körperelemente des BionicFinWave sind im 3D-Verfahren gedruckt. Mit ihren Hohlräumen fungieren sie als Auftriebskörper. Gleichzeitig ist hier auf engstem Raum die gesamte Steuerungs- und Regelungstechnik wasserdicht und sicher verbaut und aufeinander abgestimmt.

 

Neue Impulse und Denkansätze für die Prozessindustrie

 

Mit dem bionischen Technologieträger setzt das Bionic Learning Network von Festo einmal mehr einen Impuls für die zukünftige Arbeit mit autonomen Robotern und neuen Antriebstechnologien im Einsatz in flüssigen Medien. Denkbar wäre es, Konzepte wie den BionicFinWave für Aufgaben wie Inspektionen, Messreihen oder Datensammlungen weiterzuentwickeln – etwa für die Wasser- und Abwassertechnik oder andere Gebiete der Prozessindustrie.

 

www.festo.at/bionik

 

Festo auf der HMI: Halle 15, Stand D11

 

Ansprechpartner:

Hannes Wusem

+43(1)91075-834


Festo Media Service

 
 

Fotos

Bildunterschriften Download
BionicFinWave_1.jpg Die Seitenflossen des BionicFinWave sind aus Silikon gegossen und kommen ohne Verstrebungen und Stützelemente aus.
BionicFinWave_2.jpg Der Unterwasserroboter manövriert sich selbstständig durch ein Rohrsystem aus Acrylglas.
BionicFinWave_3.jpg Der Unterwasserroboter manövriert sich selbstständig durch ein Rohrsystem aus Acrylglas.