02.12.2019

Wie funktioniert Leadership 4.0?

Wie funktioniert Leadership 4.0?

Mitarbeiter mitnehmen in die Industrie 4.0
Wie entwickeln sich Unternehmen der Automatisierungstechnik dabei weiter?

Wirtschaftsforscher schätzen, dass sich 2030 bis zu einem Drittel aller Beschäftigten weltweit eine andere berufliche Aufgabe suchen muss, weil Digitalisierung und Industrie 4.0 ihre bisherigen Tätigkeiten obsolet machen. Daher ist es für Manager und Führungskräfte umso wichtiger, ihre Mitarbeiter auf dem Weg in die neue Arbeitswelt mitzunehmen und zu unterstützen, um die Motivation zu aufrecht zu erhalten. Wie entwickeln sich Unternehmen der Automatisierungstechnik dabei weiter?

 

Die gute Nachricht: Die möglicherweise 400 Millionen wegfallenden Jobs werden mehr als kompensiert. Experten rechnen damit, dass die Digitalisierung für ein wahres Jobwunder sorgen und bis zu 900 Millionen neue Stellen hervorbringen wird – allerdings mit anderen Qualifikationen als die, die wir bisher kennen.

 

Auch haben Millenials ganz andere Erwartungen an die Berufswelt im Vergleich zu früheren Generationen. Unternehmen können sich nur die besten Köpfe unter den High Potentials sichern, indem sie mit attraktiven Angeboten für Work-Life-Balance, Social Media and Collaboration, Wertschätzung, Lernen und Weiterentwicklung aufwarten.

 

VUCA-World

Was Weltpolitik und Weltwirtschaft schon heute prägt, ist die Unberechenbarkeit. „Man spricht von der VUCA-World, einer Welt, die sich immer mehr als volatil, ungewiss, komplex (complex) und zweideutig (ambiguous) zeigt“, erklärt Xavier Segura, Geschäftsführer von Festo Spanien/Portugal.

 

Wollen Unternehmen auch in zehn Jahren mit ihren Führungsstrukturen noch erfolgreich sein, müssen sie sich ein Leitbild Leadership 4.0 verpassen. Hauptziel ist, ein Zugehörigkeitsgefühl zu erzeugen. Dazu gehört, Vertrauen gegenüber den Mitarbeitern auszustrahlen sowie immer mehr Verantwortung auf die Mitarbeiter zu übertragen.

 

Führungskräfte = Influencer bei digitaler Transformation

Schlüsselkompetenzen bahnen den Weg für die Veränderung hin zu Leadership 4.0. Führungskräfte müssen sich dabei als Influencer begreifen und danach handeln. Als Influencer inspirieren sie ihre Mitarbeiter zu ständigem Weiterlernen und steter Weiterentwicklung. Sie ermutigen Organisationen, die Vorteile der engen Datenvernetzung zu nutzen. Damit fördert die Führungskraft die einfache, offene und ehrliche Kommunikation horizontal und hierarchielos über alle Ebenen des Unternehmens.

 

„Was heißt die digitale Transformation für uns bei Festo?“, fragt Segura und fährt fort: „Wenn Festo in 10 Jahren noch erfolgreich sein will, was müssen wir dann heute ändern, lernen, neu schaffen oder aufhören?“ Dafür startete Festo mehrere Initiativen – eine davon, die international übergreifende Arbeitsgruppe von Führungskräften aus unterschiedlichen Ländern, leitet Segura selbst unter dem Namen „Festo Leadership Programme“.

 

Design Thinking

Die digitale Transformation ist kein wissenschaftliches Konstrukt, sondern der Überbegriff für sehr reale und schnelllebige Veränderungen. Agile Methoden helfen dabei, in kürzeren Zeiteinheiten effektiv und fokussiert zu arbeiten. Fähigkeiten wie Kreativität, Innovation, Umgang mit Komplexität und Selbstmanagement werden wichtiger denn je. Zahlreiche organisatorische Hemmnisse schmälern die Selbstverständlichkeit, sich auf Nutzer und Kunden zu fokussieren. Diesen Blickwinkel schärft Design Thinking: eine Methode, die hilft, komplexe Probleme zu lösen, neue Ideen zu entwickeln und innovative Konzepte zu finden. Bei Festo soll Design Thinking die Themen Innovation, Kooperation und Kundenorientierung fördern.

 

Die digitale Transformation bedeutet für Festo aber noch mehr: Mit agilen Methoden wie Design Thinking entstehen neue Hardware-Produkte und digitale Services, verschmelzen pneumatische Produkte mit der Digitalisierung wie etwa beim revolutionären Festo Motion Terminal. Dessen pneumatische Funktionen werden mit Motion Apps angesteuert, so dass bis zu 50 Komponenten in pneumatischen Regelkreisen eingespart werden können. Interdisziplinäre Entwicklungsteams bringen neue Software-Tools für die Fabrik- und Prozessautomatisierung hervor. Dazu gehören beispielsweise Smartenance, Dashboards oder Projects mit Echtzeitlösungen und neuen Abrechnungs- und Bezahlmethoden.

 

Digitalisierungs-Know-how mit Festo Didactic

Eine weitere Säule der digitalen Transformation bei Festo ist es, Kunden auf das Zeitalter der Digitalisierung vorzubereiten. Dafür bietet Festo Didactic schlüsselfertige Lernfabriken, Laboreinrichtungen, innovative Lernsysteme, E-Learning und Trainingsprogramme. Die Lernplattform CP Factory beispielsweise bildet die Stationen einer realen Produktionsanlage modellhaft ab und ermöglicht das Lernen von Anlagenprogrammierung, Vernetzung und vielen weiteren Inhalten wie Energieeffizienz und Datenmanagement.

 

Durch gezielte Kompetenzentwicklung können Mitarbeiter bei dem Veränderungsprozess Industrie 4.0 nachhaltig begleitet werden. Mit kundenspezifischen Trainingsprogrammen, maßgeschneiderten Inhalten sowie einem ganzheitlichem Beratungsansatz unterstützt Festo Didactic Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Fachkräfte für die digitale Produktion. Lehrende profitieren dabei von Seminarkonzepten zu Industrie 4.0-Technologien auf Basis von CP Factory. Außerdem unterstützt Festo Didactic bei der Ermittlung des Industrie 4.0-Reifegrads mit einem Online Test für Unternehmen und der Beratung für Handlungsfelder.

 

www.festo.com/digital

www.festo-didactic.com

 

Ansprechpartner:

Christopher Haug

+49(711)347-4032
+49(711)34754-4032

Festo Media Service

 
 

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