Festo_Sustainability_Report_2025_de

Risiken durch präventive Maßnahmen mindern Neben der Aktualisierung der Grundsatzerklärung und dem Betrieb des Beschwerdeverfahrens konzentrierten wir uns im Berichtsjahr auf Präventionsmaßnahmen, die wir aus den Ergebnissen der Risikoanalyse abgeleitet haben. Um unseren Beschwerdemechanismus unternehmensweit bekannt zu machen, führten wir die Sensibilisierung unserer Beschäftigten fort. Weiterhin integrierten wir umweltrelevante Rechtsvorschriften des LkSG in unser ISO-14001-Umweltmanagementsystem und starteten eine Schulungs- und Kommunikationskampagne zum LkSG. In allen Einkaufsbereichen der Festo Gruppe informierten wir Fach- und Führungskräfte über die geltenden Due-Diligence-Richtlinien und die zu erwartenden neuen Regularien. Zugleich führten wir die LkSG-Basis-Trainings der Vorjahre fort. Geschäftspartner verpflichten Im Rahmen unserer Sorgfaltspflichtenprozesse müssen alle Lieferanten schriftlich bestätigen, dass sie unseren Code of Conduct für Geschäftspartner einhalten. Mit der Unterzeichnung verpflichten sie sich darüber hinaus dazu, die Einhaltung dieser Vorgaben auch von ihren Lieferquellen einzufordern. Der Festo Code of Conduct für Geschäftspartner wird aktuell um weitere Anforderungen (u. a. zu den Themen Entwaldung, Zugang zu Ressourcen und Emissionsreduzierung) ergänzt, die für alle bestehenden und zukünftigen Lieferanten gelten sollen. Darüber hinaus werden alle neuen Lieferanten im Zuge der Lieferantenqualifizierung nach Umwelt- und Sozialstandards bewertet und überprüft. Lieferanten, bei denen wir Risiken für Verstöße identifizieren, werden nicht qualifiziert. Wir analysieren zudem, ob es bei unseren bestehenden Lieferanten zu Abweichungen von unseren Standards kommen kann, stufen sie nach diesem Risiko ein und überprüfen regelmäßig, inwieweit sie die Vorgaben einhalten. Lieferantenbewertung anhand von Umweltzertifizierungen Alle unsere Lieferanten durchlaufen zudem definierte Bewertungsprozesse im Hinblick auf verschiedene Umwelt- und Klimaschutzziele. Unter anderem unterscheiden wir hierbei zwischen Lieferanten mit höheren und solchen mit durchschnittlichen Umweltauswirkungen. Sind deren Herstellungsprozesse mit höheren Umweltauswirkungen verbunden, zum Beispiel durch den branchenbedingten Einsatz von Chemikalien, verlangen wir eine Zertifizierung nach ISO 14001 oder eine Validierung gemäß „Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS). Zur Bewertung von Händlern (Distributoren) ziehen wir eine entsprechende Zertifizierung des tatsächlichen Herstellers heran. Bei Lieferanten mit durchschnittlichen Umweltauswirkungen ist die Zertifizierung nach ISO 14001 oder EMAS optional. Transparenz zu Konfliktmineralien erhöhen Wir erwarten von unseren Geschäftspartnern darüber hinaus, alle geltenden Vorschriften zu Konfliktmineralien einzuhalten. Um dies beurteilen zu können, untersuchen wir, aus welchen Schmelzbetrieben die Rohstoffe unserer Produkte kommen. Hierbei stützen wir uns auf die Methoden der Responsible Minerals Initiative. Im Zuge der Lieferantenselbstauskunft verlangen wir auch von unseren Geschäftspartnern Auskunft über die Verwendung möglicher Konfliktmineralien. Wir füllen außerdem das „Conflict Minerals Reporting Template“ (CMRT) der Responsible Minerals Initiative aus, um für Transparenz zu sorgen, damit der Anteil an zertifizierten Schmelzbetrieben weltweit erhöht werden kann. Produkteinkauf: rechtliche Anforderungen achten Eingekaufte Produkte überprüfen wir nach einem internen Standard. Ziel ist es, die geforderten Stoffverbote und Deklarationspflichten zu erfüllen. Maßgeblich sind hierfür unter anderem die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) und die EURichtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS). Mehr dazu finden Sie im Compliance-Abschnitt auf den Nachhaltigkeitsseiten unserer Unternehmenswebsite. Neue Sourcing-Strategie mit sozialen und umweltbezogenen Anforderungen Aktuell erarbeitet Festo eine globale Sourcing Strategie, die soziale und umweltrelevante Kriterien systematisch in den Beschaffungsprozess integriert. Ziel ist es, die Transparenz in den Lieferketten zu erhöhen sowie verbindliche interne Standards für die Lieferantenbewertung und -auswahl zu setzen. Die neue Strategie umfasst: – Klare, messbare Anforderungen an menschenrecht- liche und umweltbezogene Standards im Beschaf- fungsprozess. – Die Verknüpfung von Bewertungsergebnissen (Selbstauskünfte, Audits, Performance-Indikatoren) mit Vergabeentscheidungen. – Die Umsetzung durch toolgestützte Prozesse und klar definierte Meilensteine. Externe Beurteilung der Nachhaltigkeitsleistung von Festo Im Berichtsjahr 2025 haben wir erneut an ESG-Ratings teilgenommen, um unser Nachhaltigkeitsmanagement weiterzuentwickeln. Die externen Evaluierungen unterstützen uns dabei, Potenziale für Verbesserungen zu identifizieren, daraus resultierende Maßnahmen umzusetzen und eine transparente Dokumentation entlang der Wertschöpfungskette zu gewährleisten. Zur externen Bewertung unserer Nachhaltigkeitsleistung dienen uns vor allem die Plattformen EcoVadis und Integrity Next. Darüber hinaus nehmen wir an Bewertungen und Analysen von Plattformen wie der Responsible Business Alliance (RBA) und NQC Supplier Assurance teil, um sowohl individuelle Kundenanforderungen als auch branchenspezifische Vorgaben zu erfüllen. 2. Soziales Festo SE & Co. KG Nachhaltigkeitsbericht 2025 Festo SE & Co. KG Nachhaltigkeitsbericht 2025 46 47

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