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2.2011
trends in automation
Inspiration
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blockiert Angst aber auch unser Denken und die Kreativität.
Wer unter Angst lernt, wird immer auch die damit verbundenen
negativen Gefühle empfinden, wenn er sich später an das Ge-
lernte erinnert.
Bei positiven Emotionen ist es genau umgekehrt. Auch sie sor-
gen für besonders schnelle Lerneffekte. Wenn aber mit Spass
gelernt wird, werden Glückshormone freigesetzt. Sie sorgen
dafür, dass Lernen zu einer schönen Erfahrung wird, weil wir
beim Lernen positiv von uns selbst überrascht sind. Wer mit
Freude lernt, lernt gerne und kann die gelernten Inhalte leich-
ter für kreative Zwecke einsetzen.
Stichwort graue Zellen: Stimmt es eigentlich, dass die Lern-
fähigkeit mit dem Alter abnimmt?
Spitzer:
Ja, und zwar viel stärker als es in den meisten Lehrbü-
chern steht. Die Änderungsgeschwindigkeit von Synapsen sinkt
von 100 Prozent in der Kindheit auf 10 Prozent mit 20 Jahren ab
– also richtig heftig. Aber das ist kein Nachteil. Entwicklungsge-
schichtlich ist es nämlich so, dass unser Gehirn am Anfang sehr
schnell sehr grosse Lernschritte machen muss, damit wir in der
Umwelt überleben können. Für eine perfekte Anpassung an die
äusseren Gegebenheiten braucht es aber Zeit und viele kleine
Lernschritte. Deswegen ist es nicht dummerweise so, dass ältere
Menschen langsamer lernen. Das muss so sein. Und noch etwas
ist interessant: Wer viel weiss, kann bis in hohe Alter weiterler-
nen, weil bereits Wissensstrukturen im Gehirn angelegt sind, an
die sich neues Wissen leicht andocken lässt. Wer bereits sechs
Sprachen spricht, muss nicht alle Synapsen ändern, wenn er
eine neue dazulernt. Daran sehen Sie, dass unser Hirn wie ein
paradoxer Schuhkarton funktioniert: Je mehr drin ist, desto
mehr passt auch noch hinein.
Was macht ein viel beschäftigter Mann wie Sie in seiner
Freizeit?
Spitzer:
Heute Abend probt zum Beispiel meine Band, in der ich
vor allem Schlagzeug spiele – nicht gut, aber gerne. Ab und zu
haben wir auch einen Auftritt. Wenn Sie bei YouTube „Brainter-
tainers“ eingeben, können Sie sehen, wie wir Musik machen.
Ausserdem gehe ich regelmässig joggen. Einmal pro Woche
backe ich mein eigenes Brot. Ich habe eine Mühle, mahle mein
Korn, und dann gibt’s ja auch noch meine sechs Kinder – also
Langeweile kommt bei mir nie auf.