Für unser Unternehmen und unsere Auswirkungen auf Umwelt und Menschen ist es entscheidend, woher und mit welchen spezifischen Materialeigenschaften wir unsere Fertigungsstoffe beziehen. 2025 kaufte Festo insgesamt 26.672 Tonnen Rohmaterialien ein. Dabei gehören Kunststoffe, Aluminium und (Edel-)Stahl zu den wichtigsten Materialien unserer Produktion. Da Ressourcen endlich sind und ihr Abbau die Umwelt belastet, gilt es, ganzheitliche Konzepte zu entwickeln, um den Materialverbrauch zu reduzieren. Dafür setzen wir beispielsweise auf Ansätze der Kreislaufwirtschaft.
Ein Schwerpunkt ist hierbei Aluminium. Denn Bauxit, der Ausgangsstoff für die Aluminiumproduktion, ist ein kritischer Rohstoff mit erheblichen Umweltauswirkungen. Ein Ansatz ist es, Primäraluminium zunehmend durch Sekundäraluminium zu ersetzen. Festo hat im Jahr 2025 einen Sekundäraluminiumanteil von 78,1 Prozentr erreicht.
In Ungarn gehen wir noch einen Schritt weiter: Dort werden Aluminiumabfälle direkt zu benötigten Rohmaterialien eingeschmolzen und dadurch diverse Zwischenschritte umgangen. Derzeit testen wir eine Ausweitung der Technologie auf deutsche Standorte.
Das direkte und indirekte Einkaufsvolumen (Produktionsmaterialien und Nichtproduktionsmaterialien) von Festo ist von 1,536 Milliarden Euro (2024) auf 1,519 Milliarden Euro (2025) weiter leicht zurückgegangen. Dies ist unter anderem auf die wirtschaftliche Lage zurückzuführen.
Die Nichtproduktionsmaterialien beziehen sich auf alle Produktionsstätten (Festo Global Production Center, kurz GPCs) sowie die Vertriebsgesellschaften. Die Produktionsmaterialien umfassen alle Produktionsstätten. Festo baut sein globales Lieferantennetzwerk, bestehend aus lokalen und nicht lokalen Lieferanten, stetig aus. Unter „lokal“ verstehen wir die Beschaffung innerhalb der Region der jeweiligen Landesgesellschaft.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der lokalen Lieferanten im Jahr 2025 minimal zurückgegangen.
Die Strategie „Local for Local“ wurde auch 2025 weiterhin verfolgt, um unter anderem eine Verkürzung der Lieferzeiten und Erhöhung der Flexibilität in der gesamten Supply Chain sowie der Transportwege zu ermöglichen. Es wird weiterhin angestrebt, verstärkt in jenen Ländern und Regionen Güter zu beschaffen, in denen auch die Produktion erfolgt.
Die unten stehenden Diagramme zeigen die regionale Verteilung des direkten und indirekten Einkaufsvolumens der Festo Gruppe sowie den Anteil lokaler und nicht lokaler Lieferanten.
Durch verschiedene Anleitungen und Beschreibungen lernen unsere Kunden, wie sie ein neu erworbenes Produkt sicher und fachgerecht verwenden. Hinweise auf mögliche Fehlanwendungen, Informationen zur Wartung, Reinigung, Pflege und Entsorgung helfen dem Anwender, teure und klimaschädliche Kosten zu vermeiden. Somit wird gleichzeitig die Lebensdauer der Produkte verlängert. Verschiedene Tutorials erklären anschaulich, wie beispielsweise das Wechseln von Ersatzteilkits selbstständig durchgeführt werden kann.
Die Prozesse rund um die Produktzulassungen sind in internen Richtlinien beschrieben. Festo muss sich dabei an geltendes Recht halten, damit die Produkte als sicher gelten. Weltweit gibt es unterschiedliche Regelungen und Gesetze zur Produktsicherheit, um Produkte in Verkehr bringen zu dürfen. Dafür braucht es in den verschiedenen Regionen die jeweiligen Zulassungen.
In unserer Application Note (nur auf Englisch verfügbar) finden Sie einen Überblick zu diesen Fragen und weitere Informationen zu Material Compliance Themen, die Produkte von Festo belangen könnten.
Wir sind überzeugt, dass technologischer Fortschritt und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen müssen. Als familiengeführtes Unternehmen verfolgen wir eine Nachhaltigkeitsstrategie, die ökologische, soziale und unternehmerische Verantwortung verbindet und unser Handeln leitet.
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