Automatisiert prüfen und steuern

Ultrafiltrationsanlagen bzw. Membranfiltration findet man heute sowohl in Wasserwerken als auch in der industriellen Wasseraufbereitung. Der Druckhaltetest ist hier ein bewährtes Verfahren, die Filterintegrität zu prüfen. Die regelmäßige Durchführung ist wichtig, um einer Verkeimung des Filtrats vorzubeugen. Dabei wird auf die einzelnen Membranmodule für zwei bis drei Minuten kontrolliert Druckluft angelegt und der Druckabfall gemessen. Weicht er vom Sollwert ab, deutet das auf eine Undichtigkeit der Membran hin.

Der Integritätstest lässt sich in einer Weise automatisieren, die mittlerweile ebenso bewährt ist wie der Druckhaltetest selbst. Der Schlüssel dazu ist das System CPX/MPA von Festo als Remote I/O mit integrierter Pneumatik. Auf diese Weise erfassen Sie über eine analoge Eingangskarte mit direktem Druckluftanschluss den Druck in der Luftleitung. Sie erhalten eine valide Dichtheitsprüfung.

Die CPX/MPA wird dabei direkt im Feld installiert und lässt sich mit gängigen Feldbus-Protokollen einfach an die zentrale Steuerung anbinden. Außerdem entfällt nahezu der gesamte Verkabelungsaufwand. Kontinuierliche Prozessüberwachung auch im Fernzugriff ist ebenso gegeben wie eine Absicherung der Druckregelung gegen Fehlbedienung und Manipulation.

Im folgenden zeigen wir Ihnen die Vorteile gegenüber einer manuellen oder halbautomatischen Prüfung auf. Sonst geht es hier direkt zur Lösung von Festo.

Filterintegritätstest im Effizienzvergleich

Nachteile des manuellen Verfahrens

In vielen Fällen wird der Druckhaltetest manuell durchgeführt. Das ist die konventionelle Lösung: Alle Ventile werden von Hand geöffnet und geschlossen. Auch der angelegte Druck muss manuell eingestellt werden. Erfassung, Auswertung und Überwachung erfolgen ebenfalls von Hand. Dieses Vorgehen hat aber entscheidende Nachteile: Zum personellen Aufwand kommt die aufwendige Datenerfassung. Außerdem ist das Verfahren fehleranfällig und nur mühsam in Leitsysteme zu integrieren.

Zwischenlösung halbautomatisiertes Verfahren

Manche Wasseraufbereitungsanlagen sind bereits halbautomatisiert. Dann müssen etliche Schritte des Druckhaltetests schon nicht mehr manuell angestoßen und durchgeführt werden. Per SPS erfolgt auch die Druckwertemessung automatisch. Druckeinstellung und -regelung müssen allerdings meist immer noch von Hand erledigt werden.

Vorteile einer automatisierten Lösung

Eine Komplettautomatisierung, wie sie Festo mit der CPX/MPA anbieten kann, ist über die Verkabelung der Feldgeräte auf I/O-Karten unkompliziert in die SPS-Ebene integriert. Das heißt: Sämtliche Prozessschritte sind automatisiert. Druckregelung und- messung erfolgt direkt im Feld über integrierte Funktionen.

Integrierte Lösung CPX/MPA von Festo

Festo bietet Ihnen eine Lösung für Ultrafiltrationsanlagen, die den Druckhaltetest als Funktion auf dem I/O-System integriert: die CPX/MPA, ein modulares elektrisches Terminal (CPX) mit integrierter Pneumatik (MPA). Das kompakte System wird dezentral direkt in der Anlage installiert und hört auf die gängigen Feldbus-Protokolle, ist also einfach in die übergeordnete zentrale Steuerung einzubinden. Alternativ lässt sich eine lokale, autarke SPS-Steuerung auch dezentral über das in die CPX/MPA integrierbare Steuermodul CEC abbilden. Der Verkabelungsaufwand ist in jedem Fall minimal. Das System gewährleistet kontinuierliche Prozessüberwachung auch im Fernzugriff und schützt die Druckregelung vor Fehlbedienung und Manipulation.

Die Druckabfrage geschieht über eine analoge Eingangskarte CPX-4AE-P-xx, mit der Sie den Druck in der Luftleitung über einen direkten Druckluftanschluss messen. Die in der SPS definierte Einstellung setzt ein auf der CPX/MPA integriertes Proportional-Druckregelventil VPPM direkt um. Sie brauchen also weder ein separates Regelventil noch einen Drucksensor im Feld. Magnet-Absperrventile, die das Eindringen von Rohwasser in die Pneumatik verhindern, steuern wir ebenfalls integriert über die digitalen Ausgangskarten auf der CPX an.

Das CPX/MPA kann sogar noch weitere Funktionen Ihrer Anlage aufnehmen: Pilotventile für Absperrarmaturen, analoge Ausgangskarten für Regelarmaturen, digitale Eingangskarten für die Stellungsrückmeldung der Armaturen oder analoge Eingangskarten für Prozesssensorik.

Benefits of automation with CPX/MPA

By combining electric and pneumatic components into one I/O system, Festo is able to offer an innovative solution for ongoing ultrafiltration integrity tests. This solution offers benefits to both operators and design engineers of water treatment systems:

  • Integration: By directly connecting the pressure regulator, pressure sensing and the digital outputs via a backplane bus, cabling is kept to a minimum. Tubing and an electrical signal cable are only needed for the shut-off valve.
  • Safety: The pressure level is defined using the PLC. Compared to manually adjusting the pressure, this protects the system against operating errors by system personnel. Safety is further increased if the CPX/MPA is installed in a closed control cabinet.
  • Efficiency: The correct pressure setting can be reproduced perfectly.
  • Monitoring: The pressure at the individual membrane modules can be easily sensed via terminals.
  • Autonomy: As a decentralised PLC function, CEC provides an autonomous system that functions reliably, even in the event of fieldbus errors.
  • Management: Data can simply be gathered and evaluated using the higher-order PLC or decentrally via Festo SCADA on the CPDX. That also applies to remote access via the Internet or mobile phone network.

And, as already mentioned, the CPX/MPA can also integrate additional solutions.