Prozessautomation und Wasserwirtschaft. Lernlösungen für die Aus- und Weiterbildung

Wenn man sich mit der Wasserwirtschaft in Industriebetrieben befasst, muss man erkennen, dass diese untrennbar mit der Energie verknüpft ist. Die Berücksichtigung des so genannten „Wasser-Energie-Nexus” in der technischen Ausbildung hilft dabei, dass die Lernenden zu gewissenhaften, anpassungsfähigen und innovativen Fachleuten werden, die zu einem nachhaltigen und verantwortungsbewussten technologischen Fortschritt beitragen können. Wasser für Energie, Energie für Wasser Das komplizierte Zusammenspiel von Energie und Wasser ist eine vielschichtige Beziehung, die die gegenseitige Abhängigkeit dieser beiden kritischen Ressourcen unterstreicht. Energieentscheidungen wirken sich auf die Qualität und Verfügbarkeit von Wasserressourcen aus und umgekehrt. Die Energieerzeugung ist in hohem Maße von Wasserressourcen abhängig, da verschiedene Methoden wie Wasserkraft, Kernkraft und thermische Stromerzeugung einen erheblichen Wassereinsatz erfordern. Umgekehrt erfordern die Wasseraufbereitung und -verteilung einen erheblichen Energieaufwand. Dieser komplexe Zusammenhang wird angesichts des Klimawandels noch deutlicher, da sich veränderte Niederschlagsmuster und steigende Temperaturen sowohl auf die Verfügbarkeit von Wasser als auch auf den Energiebedarf auswirken. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen diesen beiden wesentlichen Elementen ist für eine nachhaltige Entwicklung und soziale Akzeptanz unerlässlich. Verfügbarkeit erneuerbarer Energien Es besteht ein wachsendes Interesse daran, erneuerbare Energiequellen in die Betriebsprozesse der Wasserwirtschaft zu integrieren, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Solar-, Wind- und Wasserkraft können für den Betrieb von Wasseraufbereitungs- und -verteilungsanlagen genutzt werden, wodurch diese nachhaltiger und resilienter werden. Die Dekarbonisierung der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien stellt jedoch eine Herausforderung für die Energiespeicherung in wind- und sonnenarmen Zeiten dar. Eine Lösung besteht darin, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien zu nutzen, um Wasser in Reservoirs zu pumpen, was eine indirekte Energiespeicherung durch ein intelligentes Netz ermöglicht. Lernende sollten direkt in der Schule befähigt oder sensibilisiert werden, diese Zusammenhänge zu erkennen und innovative Lösungen zu entwickeln. 1 2 3 1 2 3 1 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 1 2 3 1 2 3 PGM EXIT CAL Das EDS Water Management hilft bei der Erforschung des Wasser-Energie-Nexus. → Seite 30 Optimierung des Wasser-Energie-Nexus M20 Prozessautomation I Lernlösungen für die Aus- und Weiterbildung Magazin > Aktuelle Trendthemen

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