Manometer

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Symbol Manometer.png Ein eher unscheinbares Bauteil in der Pneumatik ist das Manometer. Die Wichtigkeit des Manometers wird dann deutlich, wenn die Möglichkeit fehlt den Druck der komprimierten Luft anzuzeigen.

Funktionsprinzip

Unabhängig von der Größe und Design, werden vor allem zwei Grundprinzipien am Markt unterschieden.

Rohrfeder-Manometer

Manometer1 de.png

Das Rohrfeder-Manometer gibt es für den Druckbereich bis 25 bar.

Die Rohrfedern sind kreisförmig gebogene Rohre mit ovalem Querschnitt. Liegt an der Innenseite der Rohrfeder Luftdruck an, ändert sich dieser Querschnitt und nähert sich der Kreisform an. Die dabei entstehenden Spannungen biegen die Feder auf. Das nicht eingespannte Federende führt nun eine Bewegung aus, die ein Maß für den Druck ist. Über eine Mechanik wird diese Bewegung zur Anzeige gebracht. Die kreisförmigen, in einem Winkel von ca. 250 ° gebogenen Federn, werden für Drücke bis ca. 60 bar eingesetzt. Rohrfedern sind nur begrenzt gegen Überlast geschützt.

Kapselfeder-Manometer

Manometer2 de.png

Die Kapselfeder des Manometers besteht aus zwei kreisförmigen, gewellten und am Rand druckdicht miteinander verbundenen Membranen. Der Druck wirkt auf die Innenseite dieser Kapsel. Die so erzeugte Hubbewegung der Membrane wird als Maß für den Druck über eine Mechanik zur Anzeige gebracht. Druckmessgeräte mit Kapselfeder eignen sich besonders für relativ niedrige Drücke. Ein Überlastschutz ist nur in begrenztem Maße gegeben.

Genauigkeitsklasse

Die Genauigkeitsklasse gibt die Fehlergrenzen in Prozent des Skalenendwerts an.

Bsp. Ein 10bar-Manometer mit Messgenauigkeitsklasse 4 darf im gesamten Messbereich um ± 4% (± 0,4bar) abweichen.

Genauigkeitsklasse Fehlergrenze
(Prozent der Messspanne)
0,1 ± 0,1%
0,25 ± 0,25%
0,6 ± 0,6%
1 ± 1%
1,6 ± 1,6%
2,5 ± 2,5%
4 ± 4%



Manometer-Typen

Festo vertreibt eine ganze Anzahl verschiedener Manometer. Dabei wird nicht nur nach der Genauigkeitsklasse unterschieden, sondern auch nach der Größe, nach der Art der Befestigung und der Anzeige-Einheit.

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Standard-Manometer

Dieser Manometertyp dürfte der am häufigsten eingesetzte Typ sein. Das Manometer wird einfach in das vorhandene Gewinde (z.B. am Druckregler) eingeschraubt. Abgedichtet wird es meistens mit einer Quetschdichtung.

Integriertes Manometer

Das integrierte Manometer zeichnet sich dadurch aus, dass es keinerlei Störkonturen nach Außen hat. Ein Nebeneffekt ist dabei das Design. Es schadet der Maschine/Anlage nicht wenn außer der Funktion auch noch das Aussehen stimmt.

 

 

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Flansch-Manometer

Dieses Manometer wird dann eingesetzt, wenn kundenseitig eine Integration, z.B. in einen Schaltschrank, erfolgen soll.

Rot-Grün-Manometer

Durch die verstellbaren Rot-Grün-Bereiche kann sehr einfach ein zulässiger und unzulässiger Bereich angezeigt werden.

 

 

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Steckbares Manometer

Dieses Manometer hat anstelle eines Gewindes eine glatte Hülse mit einem Einstich und einer Dichtung. Damit kann es an vorhandenen Aufnahmen einfach gesteckt werden. Die Montage und Demontage ist bei diesem Manometertyp sehr schnell.

Steckbares Manometer

Eine Sonderform bei den steckbaren Manometern ist dieses, sehr kleine Manometer. Natürlich leidet unter der Größe die Ablesegenauigkeit. Trotzdem gibt es genügend Einsatzfälle bei dem sich dieser Typ durchgesetzt hat.

 

 

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Drucksensor

Ein Drucksensor ist mehr als nur ein Manometer. Sofern der Sensor mit einer Anzeige ausgestattet ist, könnte dieser tatsächlich als reines Manometer genutzt werden. Die eigentliche Aufgabe besteht aber darin, bei Über- und/oder Unterschreiten eines bestimmten Druckes, ein Signal an eine übergeordnete Steuerung auszugeben um damit einen Prozess zu starten.