Wartungseinheiten

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Eine Wartungseinheit, oder selbst nur ein einzelner Baustein einer Wartungseinheit, kommt immer dann zum Einsatz, wenn komprimierte Luft vorliegt, die zur industriellen Nutzung dienen soll.

RTENOTITLE
Wartungseinheit Typ MS

 

Druckluftaufbereitung

Warum ist Druckluftaufbereitung notwendig?
Schmutzpartikel, Wasser und chemische Verunreinigungen können sich sehr negativ, sowohl auf die Druckluftverbraucher als auch auf das Druckluftnetz auswirken.
Während feste Schmutzpartikel zu mechanischem Abrieb z.B. zwischen Zylinderwand und Kolbendichtung führen, kann Feuchtigkeit Korrosion von Teilen hervorrufen. Die dabei entstehenden Rostpartikel haben dann wiederum mechanische Zerstörungen oder das Verstopfen von Durchflußquerschnitten zur Folge.

Die Druckluftaufbereitung hat das Ziel, Druckluft mit drei Hauptmerkmalen für Verbraucher zur Verfügung zu stellen

  • Qualität (Wassergehalt, Partikel, Ölgehalt)
  • Quantität (Mindest-, Maximalquerschnitte)
  • Druck (Mindest-, Maximaldruck, Genauigkeit)

Anschlussgröße

Nach welchen Kriterien wird die Anschlussgröße einer Wartungseinheit ausgesucht?
Beachten Sie bei Wartungseinheiten nicht nur die Anschlussgröße, sondern auch die Werte des Durchflusses und des Regelbereiches. Sofern der Regelbereich in Ordnung ist, richtet sich die korrekte Wahl einer Wartungseinheit letztendlich nach der Luftmenge.
Eine Überdimensionierung der Wartungseinheit schadet im Regelfall zwar nicht, verursacht aber unnötige Kosten.

Wartungsgeräte

Der Begriff Wartungseinheit sagt noch nichts darüber aus welche Wartungsgeräte verbaut sind. Die gängigsten Wartungsgeräte einer Wartungseinheit sind folgende Komponenten

Qualitätsklassen der Druckluft

Einteilung der Güteklassen für Druckluft nach ISO 8573-1:2010

 

ISO 8573
1:2010



Klasse
Feststoffpartikel Wasser Öl
Maximale Anzahl
Partikel pro m³
Masse-
konzentration

[mg/m³]
Drucktaupunkt
Dampf

[°C]
Flüssigkeit


[g/m³]
Gesamtanteil Öl
(flüssig, Aerosol und Nebel)

[mg/m³]
0,1-0,5 µm 0,5-1 µm 1-5 µm
0 Gemäß Festlegung durch den Gerätenutzer, strengere Anforderung als Klasse 1
1 ≤ 20.000 ≤ 400 ≤10 - ≤ -70 - 0,01
2 ≤ 400.000 ≤ 6.000 ≤ 100 - ≤ -40 - 0,1
3 - ≤90.000 ≤1.000 - ≤ -20 - 1
4 - - ≤ 10.000 - ≤ +3 - 5
5 - - ≤100.000 - ≤ +7 - -
6 - - - ≤ 5 ≤ +10 - -
7 - - - 5 - 10 - ≤ 0,5 -
8 - - - - - 0,5 - 5 -
9 - - - - - 5 - 10 -
X - - - > 10 - > 10 > 10

Hätten Sie's gewusst?

  • Wie viel kostet Druckluft?
    Als mittlere Summe kann mit circa 3 Cent je m³ gerechnet werden
  • Wie viel wiegt Luft?
    Ein Kubikmeter Luft (1000 Liter) wiegt 1,292 kg (DIN 1343)
  • Hat Festo einen Kondensat-Auffangbehälter im Verkaufsprogramm?
    Wir empfehlen den Einsatz von Filter-Schalldämpfern Typ LFU
  • Arbeitet der automatische Kondensatablass auch, wenn kein Luftverbrauch stattfindet?
    Der automatische Kondensatablass hat für einen korrekten Funktionsumfang nur wenige Einschränkungen. Dazu gehören außer der senkrechten Einbaulage auch ein zur Verfügung stehender Durchfluss beim Einschalten der Luft von 125 l/min. Liegt die Durchflussmenge unter diesem Wert, kann es sein, dass der Kondensatablass, der in druckunbeaufschlagtem Zustand offen ist, nicht schließt.
  • Was ist der Unterschied zwischen einem automatischen - und halbautomatischen Kondensatablass?
    Der halbautomatische Kondensatablass öffnet automatisch wenn der Druck von diesem Bauteil weggenommen wird.
    Ein vollautomatischer Kondensatablass macht dies auch. Außerdem öffnet ein vollautomatischer Kondensatablass auch wenn er unter Druck steht und das Kondensat einen bestimmten Füllstand erreicht hat.