Festo_Sustainability_Report_2025_de

2023 2024 2025 Scope 1 1) 25.820 26.441 24.322 Scope 2, standortbasiert n.a. n.a. 59.448 Scope 2, marktbasiert 1) 8.087 442 2) 523 3.1 Eingekaufte Güter und Services 352.401 340.420 323.869 3.2 Kapitalgüter 19.879 20.660 31.404 3.3 Brennstoff- und energiebezogene Emissionen 23.343 25.692 19.167 3.4 Transport und Verteilung 83.243 2) 77.9531 2) 67.279 3.5 Abfall 2,3) 382 387 375 3.6 Geschäftsreisen 19.683 21.751 20.095 3.7 Pendeln der Arbeitnehmer 18.982 19.201 19.440 3.8 Angemietete oder geleaste Sachanlagen 2) 5.454 4.905 5.986 3.11 Nutzung der verkauften Produkte 12.972.026 13.238.347 13.022.399 3.12 Umgang mit verkauften Produkten an deren Lebenszyklusende 13.097 13.536 14.272 Summe 3,4) 13.542.397 13.788.340 13.549.131 Treibhausgasemissionen (Scope 1, Scope 2 und Scope 3) in Anlehnung an das GHG Protocol (in t CO2e). 1) Zeitraum 10/2024 – 09/2025 2) Im Vergleich zu 2024 aufgrund eines überarbeiteten Berechnungsansatzes angepasst. 3) Abfälle aus Stammsitz und Produktionsstandorten eingeschlossen; Abfälle von Landesgesellschaften (Vertriebsbüros usw.) ausgeschlossen. 4) 3.9 = ausgenommen, 3.10, 3.13, 3.14 und 3.15 nicht relevant. Die Scope-2-Emissionen weisen wir nach der marktbasierten sowie seit 2025 auch standortbasierten Methode aus. Maßgeblich für den deutlichen Rückgang in den letzten Jahren war die Ausweitung des Erwerbs von Herkunftsnachweisen für Strom aus erneuerbaren Energien auf alle Standorte. Verbleibende THG-Emissionen in Scope 2 stammen aus dem Bezug von Fernwärme an mehreren internationalen Standorten. Innerhalb von Scope 3 werden die Kategorien 3.1 (eingekaufte Güter und Dienstleistungen) und 3.2 (Kapitalgüter) teilweise auf Basis der damit verbundenen Kosten anhand von ausgabenbezogenen Emissionsfaktoren berechnet. Die globalen Emissionsdaten der von Festo direkt beauftragten Leistungen in der Beschaffungs-, Intercompany- und Distributionslogistik im Bereich Transport mit Logistikdienstleistern (Scope 3.4) werden seit 2024 auf einer Dienstleisterplattform konsolidiert. Der Daten-Upload der Logistikpartner erfolgt auf Basis einer einheitlich vorgegebenen CO2e-Kalkulationsmethode und Datenstruktur. Wo dies nicht der Fall ist, werden die CO2e-Daten direkt berechnet. Im Gegensatz dazu ermitteln wir die Emissionen der von unseren Lieferanten beauftragten Beschaffungslogistik mit einem eigenen Modell, das wir im Jahr 2025 weiterentwickelt haben. Im Ergebnis wurde der Wert für 2024 rückwirkend um 953 Tonnen CO2e nach oben korrigiert. Die zusammengefassten Scope3.4-Emissionen beliefen sich im Berichtsjahr auf 67.279 Tonnen CO2e (2024: 77.953 t). Ursächlich für den Rückgang um rund 14 Prozent waren ein reduziertes Luftfrachtvolumen sowie das aufgrund der wirtschaftlichen Situation insgesamt verringerte Transportaufkommen. Durch Dienstreisen verursachte THG-Emissionen (Scope 3.6) sanken aufgrund von Reisebeschränkungen um rund 8 Prozent auf 20.095 Tonnen CO2e (2024: 21.751 t). Unverändert entsteht der weitaus größte Anteil der THGEmissionen in der Nutzungsphase unserer Produkte (Scope 3.11). Dieser Wert sank im Berichtsjahr um rund 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei beobachteten wir gegenläufige Effekte: Gesunkene durchschnittliche Emissionsfaktoren reduzierten die Emissionswerte, was ein Stückzahlwachstum in Ländern mit tendenziell höheren Emissionsfaktoren teilweise kompensierte. Maßnahmen für die Nutzungsphase unserer Produkte Wir setzen konkrete Maßnahmen um, die den Energie- und Ressourceneinsatz in der Automatisierung reduzieren sollen. Die Scopes 3.1 und 3.2 mit zusammen 355.273 Tonnen CO2e zeigten eine leicht rückläufige Tendenz (2024: 361.080 t). Die brennstoff- und energiebezogenen Emissionen (Scope 3.3) sanken um rund 25 Prozent auf 19.167 Tonnen CO2e (2024: 25.692 t). Die Entwicklung resultiert aus den im Vergleich zum Vorjahr geringeren Emissionsfaktoren, vor allem den abgesenkten Emissionsfaktoren der Internationalen Energieagentur (IEA). Wir arbeiten kontinuierlich an einer verbesserten Dimensionierung der Pneumatik, die Leitungen, Zylinder und Ventile an den tatsächlichen Bedarf anpasst, Druckluftverluste minimiert und den Kompressorbedarf sowie die Betriebskosten senkt. Zusätzlich bietet Festo genaue, regelbare elektrische Automatisierung an. Der individuelle Anwendungsfall entscheidet über die Wahl der effizienteren Antriebstechnologie. Mit „Controlled Pneumatics“ passen intelligente Steuerungen Druckluftverbrauch situationsabhängig an und verringern Verschleiß. In vakuumbasierten Anwendungen reduzieren Luftsparschaltungen den Luftbedarf durch gezielte Ventilsequenzen und Speicherstrategien. Ein weiterer wichtiger Hebel hierfür ist der Einsatz von Strom aus erneuerbaren Quellen auf Seiten unserer Kunden. Kunden, die nachweislich ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen einsetzen, schließen wir aus der Berechnung unserer THG-Bilanz aus. Neuausrichtung der globalen Strombeschaffung und des Kompensationsansatzes Festo erwirbt Herkunftsnachweise, die für Strom aus Wind- und Wasserkraftanlagen im jeweiligen Stromnetzverbund ausgestellt wurden. Dies erlaubt die ökologischen Eigenschaften der Stromerzeugung (die Emissionsfreiheit) in Anspruch zu nehmen, ohne dass der Strom physisch aus demselben Kraftwerk stammt wie die entwerteten Herkunftsnachweise. Die Herkunftsnachweise entsprechen den Anforderungen des europäischen Ökostromlabels EKOenergy bzw. denen des amerikanischen Ökostromlabels green-E. Seit 2025 verzichten wir zudem auf freiwillige Kompensationszertifikate und investieren stattdessen in reale Emissionsreduktionen entlang der SBTi Ziele. . 1. Umwelt Festo SE & Co. KG Nachhaltigkeitsbericht 2025 Festo SE & Co. KG Nachhaltigkeitsbericht 2025 14 15

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