Festo_Sustainability_Report_2025_de

Ganzheitliche Gesundheitsförderung Zusätzlich zur Vermeidung von Unfällen und Gesundheitsbelastungen am Arbeitsplatz wollen wir die Gesundheit unserer Beschäftigten aktiv fördern. Im Jahr 2025 nahmen unternehmensweit fast 3.400 Beschäftigte an den Angeboten der betrieblichen Gesundheitsförderung teil. Zudem führten wir im Berichtsjahr eine gezielte Kampagne durch. Vier Fokusthemen „Von Kopf bis Fuß“ Mit „Stay.Well“ haben wir 2025 zum 100-jährigen Festo Jubiläum neue Initiativen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung gestartet. Neben bewährten Fitness- und Entspannungskursen sowie der „Mobilen Pause“ und unserem alljährlichen Firmenlauf am Standort St. IngbertRohrbach brachte das „Stay.Well“-Team pro Quartal ein aktuelles Fokusthema auf die Tagesordnung. Mit der neuen Kampagne „Von Kopf bis Fuß“ erreichten wir international 2.800 Mitarbeitende in 26 Landesgesellschaften. Quartal 1: Muskel-Skelett-Erkrankungen Um eine der größten Krankheitsursachen im beruflichen Kontext an den Anfang zu stellen, richteten wir im ersten Quartal den Blick auf das Muskel-Skelett-System. Auf dem Programm in Deutschland: ein „Back-Check“ zur Messung des Kraftverhältnisses zwischen Bauch und Rücken, Tests zu funktioneller Beweglichkeit und Wirbelsäulen-Screenings mithilfe eines handgroßen „Medimouse®“-Messgeräts. Die Teilnehmenden konnten sich hierbei genau über ihren persönlichen Status informieren. Gleichzeitig wurde das am Standort Esslingen-Berkheim bewährte Training mittels Vibrationsplatte verstärkt beworben: Es aktiviert reflexartig kleine Muskelgruppen im Körper und kann so Muskeln kräftigen und einseitige Belastungen ausgleichen. Quartal 2: Krebsvorsorge Im zweiten Quartal stellten wir Krebsvorsorge und Risikofaktoren wie Rauchen in den Fokus. Neben einem internationalen Online-Ernährungsvortrag ermöglichten wir in Deutschland Darm- und Hautkrebs-Screenings sowie Vitamin-D-Messungen und Lungenfunktionstests. Einige Mitarbeitende nahmen auch an der von uns angebotenen Raucherentwöhnung in Scharnhausen und Rohrbach teil. Quartal 3: Herz/Kreislauf Anlässlich des „Welt-Herz-Tags“ im September widmeten wir das dritte Quartal dem Thema Herz/Kreislauf. In einem internationalen Vortrag präsentierten wir etwa „Fakten und Mythen über Herzerkrankungen“ und ließen unseren betriebsärztlichen Dienst an den Esslinger Standorten vor Ort Herzuntersuchungen mittels Herzechokardiographie und EKG sowie Messungen von Blutgefäßen durchführen. Unter dem Motto „Stoffwechsel verstehen“ klärten wir in Deutschland außerdem über die Volkskrankheit Diabetes auf und richteten entsprechende Diagnostik- sowie Präventionsangebote ein. Viele Mitarbeitende konnten wir so für vorbeugende Maßnahmen gewinnen. Quartal 4: Psychische Gesundheit Den Abschluss bildete das Thema psychische Gesundheit. Neben einem internationalen Vortrag „Gesunder Schlaf“ setzte der nationale Vortrag „Stress und Belastung gesund bewältigen“ wichtige Impulse. Mittels „Pupillographie“ konnten Mitarbeitende in Deutschland subjektiv wahrgenommene Schläfrigkeits- und Wachzustände objektiv messen lassen. Am Standort EsslingenBerkheim stellten wir zudem das „brainLight Entspannungssystem“ vor: Es soll mit audiovisueller Stimulation Entspannung fördern. Die Teilnehmenden konnten sich vor Ort von seiner Wirksamkeit überzeugen. Unfälle transparent machen und systematisch vermeiden Festo ist bestrebt, Unfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Zu diesem Zweck überwachen wir die Unfallzahlen kontinuierlich und evaluieren die Ursachen genau: Alle unsere Standorte müssen sämtliche Unfälle und Beinaheunfälle ihrer örtlichen Abteilung für Arbeitsschutz melden. Diese untersucht die Vorkommnisse in Zusammenarbeit mit den betroffenen Personen und ihren Vorgesetzten. Die Unfallzahlen werden der Geschäftsleitung übermittelt. Steuerungsgrößen zum Arbeitsschutz weltweit In unserer Unfallstatistik berücksichtigen wir alle Arbeitsunfälle, die mindestens einen Ausfalltag zur Folge haben (Loss Time Incidents – LTI). Geschlechtsspezifische Unterschiede werden nicht erhoben. Weiterhin erheben wir die Unfallhäufigkeitsrate Loss Time Incident Rate (LTIR). Sie ist eine unserer zentralen Arbeitsschutzkennzahlen. Die LTIR gibt Auskunft über die Anzahl der Arbeitsunfälle mit mindestens einem Tag Arbeitsausfall pro eine Million Arbeitsstunden. Im Jahr 2025 erfassten wir hierfür alle Unfälle in Deutschland, an allen internationalen Produktions- und Logistikstandorten (indirekte und direkte Bereiche) sowie an unseren großen Vertriebsstandorten. Aufgrund der Erweiterung des Erfassungsumfangs wurden die Zahlen aus den Vorjahren nochmals entsprechend angepasst und korrigiert. Weniger schwere Unfälle Die meisten Unfälle hatten nur geringe Auswirkungen. Schwere oder gar tödliche Unfälle gab es nicht. Hauptursachen für Arbeitsunfälle waren Schnittverletzungen und Unfälle durch Stürze, Stolpern und Ausrutschen. Die Auswertung für 2025 ergab, dass wir die absolute Anzahl von Arbeitsunfällen sowie die LTIR reduzieren konnten und es weniger Ausfalltage als in den Vorjahren gab. Die Anzahl der Ausfallstunden macht deutlich, dass auch die Schwere der Unfälle weiter reduziert werden konnte. Insgesamt zeigt der positive Trend der Unfallkennzahlen eine weitere erfolgreiche kontinuierliche Verbesserung der Arbeitssicherheitsprozesse und die aktive Einbindung aller Mitarbeitenden. Ziel für 2026 ist es, die Anzahl der Unfälle weiter zu reduzieren. 2. Soziales Festo SE & Co. KG Nachhaltigkeitsbericht 2025 Festo SE & Co. KG Nachhaltigkeitsbericht 2025 42 43

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